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Aufgeschnappt

Heute möchte ich gerne mal wieder ein kleines Aufgeschnappt mit Ihnen teilen:

Und zwar 2 Gedanken aus 7 Lektionen für die nächste Generation von Jack Ma, dem Gründer des chinesischen Online-Händlers Ali Baba.

  1. Gedanke: Pures Wissen ist von gestern. Was den Menschen in den letzten 200 Jahren vorangebracht hat, nämlich das schiere Anhäufen von Wissen, ist passé, weil Maschinen und Computer sich alles besser merken können und dabei nie müde werden.
  2. Gedanke: Weisheit ist das neue Wissen. Wenn Maschinen dem Menschen im Anhäufen von Daten und Fakten überlegen sind, bleibt dem Menschen die Weisheit. Schlaue Maschinen sehen Dinge, die dem Menschen entgehen. Aber ein weiser Mensch sieht diese Dinge auch, kann aber vorgeben, sie nicht zu sehen. Das ist Weisheit, die nur der Mensch erlangt.

Laut Ma, kommt es im Unternehmen nicht auf die schlauesten Mitarbeiter an, sondern auf die verrücktesten.

So gesehen: Tun Sie etwas Verrücktes an diesem Wochenende. Und haben Sie Spaß dabei!

Großes Interesse am Thema Wissen in der ISO 9001

Großes Interesse am Thema Wissen in der ISO 9001
Webinar

Wie berichtet, werde ich in der nächsten Woche ein weiteres Webinar für die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) zum Thema „Anforderungen an den Umgang mit Wissen in der ISO 9001:2015“ halten, und zwar konkret zur Frage, wie wirkungsvolle Lessons Learned gestaltet und damit nachhaltig aus Erfahrungen gelernt werden kann.

Nachdem das Thema Wissen nach der Veröffentlichung der Normrevision vor 3 Jahren noch eher verhaltene Reaktionen bzw. geringes Interesse in der QM-Community hervorgerufen hat, scheint es nun stark an Fahrt aufzunehmen: Wie schon das Webinar aus derselben kleinen Reihe meiner geschätzten Kollegin Ute John vor einigen Wochen, war auch dieses förmlich innerhalb von Stunden nach Versand der Einladung mit 100 angemeldeten Teilnehmern ausgebucht. Wow!

Ich freue mich auf viele herausfordernde Fragen aus der QM-Community.

Die Liste

Heute ein kleines Presse-Clipping aus der letzten Frankfurter Sonntagszeitung als Denkstoff:

„Fragen Sie immer, wenn jemand eine Smart City oder ein autonomes Auto plant: Wo ist die Liste mit den Dingen, die nicht automatisiert werden? Das Bewusstsein für das Nicht-Automatisierbare ist der Indikator dafür, inwieweit die menschliche Freiheit erhalten bleibt.“, sagt Alexander Mankowsky, Future Studies and Ideation Daimler AG.

The gaming scientist

The gaming scientist
exoplanet lichtkurve

Haben Sie schon einmal vom Konzept der Citizen Science gehört? Ursprünglich, d.h. in den 1990er Jahren, in denen der Begriff geboren wurde, sollte damit die Öffnung der Wissenschaft hin zur Gesellschaft gefördert werden, im Sinne der Wissenschaftskommunikation.

In Zeiten von Big Data hat der Begriff in den letzten Jahren eine Umdeutung erfahren: Heute bezeichnet man mit Citizen Science in der Regel die Beteiligung von Nichtwissenschaftlern an der Datensammlung nach einem spezifischen, wissenschaftlichen Protokoll einerseits und andererseits an der Analyse und Interpretation der Daten. Kurz, es geht um die ehrenamtliche Zuarbeit.

Nun ist das Sammeln von Daten und auch die Analyse großer Datenmengen nicht gerade eine spannende Tätigkeit. Was sollte also Laien, und zwar eine ausreichend kritische Masse davon, motivieren genau dieses zu tun? In ihrer Freizeit?

Hier kommt nun das Gaming ins Spiel (im wahrsten Sinne des Wortes): Die in der Regel langweilige und repetitive Recherchetätigkeit wird in ein bestehendes Computerspiel eingebaut und zwar so, dass die eigentliche Spielerfahrung dadurch nicht gestört wird. Die Wissenschaft passiert sozusagen nebenbei. Dass das tatsächlich funktioniert, hat das Project Discovery bereits bei der Erstellung des Humanproteinatlas bewiesen und beweist es aktuell bei der Suche nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Project Discovery ist ein kleines Spielmodul, das freiwillig zusätzlich in das Computerspiel EVE Online installiert werden kann. Bei der Suche nach Exoplaneten müssen Teleskopbilder auf bestimmte Lichtmuster hin, die ein Indikator für einen Exoplanet sein können, analysiert werden. Das geschieht natürlich durch reine Rechneranalyse, aber eben auch durch den Menschen, dessen Fähigkeit zur Mustererkennung der Rechnerleistung offensichtlich immer noch überlegen ist. So werden diejenigen Lichtkurven (insgesamt hat das Weltraumteleskop fast 170.000 aufgenommen), die vom Rechner bereits aussortiert wurden, im zweiten Schritt den menschlichen Analysten vorgelegt, die in komplexen, chaotisch anmutenden Lichtkurven immer noch Muster erkennen, wo der Rechner eben den „Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht“ (Sie entschuldigen das schräge Bild). Die Gamer werden im Erfolgsfall übrigens mit wertvollen Ausrüstungsgegenständen für das virtuelle Raumschiff oder den eigenen Avatar belohnt – womit sonst?

Sie finden das auch spannend? Die Schweizer Plattform Massively Multiplayer Online Science hat sich die Integration von Gaming und Citizen Science auf die Fahne geschrieben.

Aber was hat das alles nun eigentlich mit Wissensmanagement zu tun? Vielleicht ja nichts…, aber die Erweiterung des persönlichen Wissens sollte nicht immer so konsequent auf Relevanz gefiltert sein, oder? Vielleicht ganz viel bei ein wenig Nachdenken, denn es geht um die Generierung neuen Wissens, um die Mobilisierung der magischen crowd, um Big Data und Digitalisierung, um Motivation… Das weitere Nachdenken überlasse ich Ihnen!

 

Bildquelle: www.br.de

neue Termine in der Webinarreihe für die DGQ fast ausgebucht. Schnell anmelden!

neue Termine in der Webinarreihe für die DGQ fast ausgebucht. Schnell anmelden!
Webinar

Gemeinsam mit meinen Kollegen Manfred Bornemann, Ute John, Günter Hartmann, Christian Keller und Olaf Schmidt, allesamt sind wir Mitglieder des gemeinsamen Fachkreises Wissensmanagement und Qualitätsmanagement von DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität) und GfWM (Gesellschaft für Wissensmanagement), gestalte ich eine kleine Webinarreihe im Rahmen der DGQ-Akademie.

Zwei neue Termine stehen nun an:

  •  23. Mai, 16 Uhr – 16.45: Mit dem Wissen der Organisation zum geschäftlichen Erfolg
    Gemeinsame Arbeit und gemeinsame Anwendung des individuell vorhandenen Wissens ermöglichen den geschäftlichen Erfolg einer Organisation. Wie können Voraussetzungen geschaffen werden, damit Menschen ihr Wissen teilen? Wie kann in gemeinsamer Arbeit über eine durchgängige Strukturierung und Dokumentation einheitliches Verständnis des Wissens erzeugt werden? Dies erläutert Ute John anhand eines Fallbeispiels aus der Automobilindustrie.
  • 19.6., 16 Uhr – 16.45: Aus Erfolgen und Misserfolgen lernen – ein pragmatischer Ansatz für Lessons Learned
    Aus Erfahrungen nachhaltig zu lernen und dadurch das Wiederholen von Fehlern zu vermeiden oder gute Praxis auf breiter Basis weiterzugeben und zu nutzen, gehört zum Wesen einer Lernenden Organisation. Es sind Ziele sowohl des Wissensmanagements als auch des Qualitätsmanagements. So hat die Methode Lessons Learned in den letzten Jahren Einzug in viele Unternehmen gehalten – allerdings oft ohne praktischen (Lern-)Erfolg. Im Webinar stellt Gabriele Vollmar einen pragmatischen und in der Praxis erprobten Ansatz für wirkungsvolle Lessons Learned vor.

Für DGQ-Mitglieder ist eine Teilnahme kostenlos. Wer noch nicht Mitglied ist, hat die Möglichkeit, die Mitgliedschaft drei Monate kostenfrei zu testen. Hier geht’s zur Anmeldung.

A propos, Termine: Ich möchte auch nochmals auf unser nächstes GfWM Regionaltreffen in Stuttgart am 17. Mai hinweisen, bei dem wir uns mit semantischer Software und agilen Prozessen zur Kundengewinnung beschäftigen werden, und herzlich dazu einladen. Alles Weitere finden Sie hier.

GfWM Regionaltreffen am 17. Mai zu innovativer semantischer Software und agilen Prozessen

Liebe Wissensmanagement-Interessierte der Region Stuttgart,

wir möchten Sie gerne zu unserem nächsten GfWM Regionaltreffen einladen: Am Donnerstag, den 17. Mai möchten wir uns mal wieder einem innovativen und hochaktuellen IT-Thema im Kontext Wissensmanagement widmen. Wir konnten hierzu einen Referenten des Fraunhofer IAO gewinnen, der uns über aktuelle Entwicklungen zu: „Neue Wege zu attraktiven Kunden – Nutzung innovativer, semantischer Software und agiler Prozesse zur Identifikation neuer Kundengruppen und Absatzmärkte“ berichten wird.

Anhand eines Praxisbeispiels erfahren wir, wie Kunden mithilfe von Software-Tools und flexibler Prozesse intensiver in die Projektarbeit und Ergebnisbewertung einbezogen werden können.

Unser Referent Lukas Keicher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team „Technologie- und Innovationsmanagement“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Wir treffen uns am 17. Mai um 18:30 direkt beim Fraunhofer IAO in Stuttgart-Vaihingen

Wenn Sie dabei sein wollen, geben Sie mir einfach kurz Bescheid. Eine Teilnahme steht auch Nicht-Mitgliedern der GfWM offen. Gerne dürfen Sie weitere Gäste mitbringen oder diese Einladung weiterleiten.

Neues vom WMOOC

Neues vom WMOOC
WMOOC

Nach dem Wissensmanagement MOOC ist vor dem Wissensmanagement MOOC:

Aktuell sind Dirk Liesch und ich dabei, den nächsten WMOOC, der am 3. Oktober 2018 starten wird, vorzubereiten. Neben den bereits bewährten Online-Lerninhalten und hoffentlich wieder spannenden Experteninterviews und Live Sessions, bieten wir dieses Mal eine begleitende Ausbildung zum Wissensmanagement Professional an. Diese folgt dem so genannten flipped classroom-Ansatz, wobei das flipped aus dem Selbststudium im und mit dem WMOOC besteht, das classroom aus zwei ergänzenden 1,5-tägigen Präsenzseminaren zum praktischen Üben, gemeinsamen Reflektieren der Inhalte sowie dem intensiven Erfahrungsaustausch und der Vernetzung. Inhaltlich orientiert sich die Ausbildung am Kompetenzmodell Wissensmanagement der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V., das aktuell unter meiner Mitwirkung entsteht.

Interesse? Mehr Informationen gibt es in diesem Flyer: wissensmanagement_professional_ausbildung_2018

Die Qual der Wahl – Jury für den EWO Award

Die Qual der Wahl – Jury für den EWO Award
EWO

Es ist mal wieder soweit: Spannende Unternehmen bewerben sich um die Auszeichnung als Exzellente Wissensorganisation. Und ich freue mich, dass ich zum wiederholten Male in der Jury sitzen und die Bewerber bewerten darf. Ich werde Sie gerne auf dem Laufenden halten.

Aber bevor es am 23. und 24. Oktober beim GfWM knowledgecamp mit der finalen Entscheidung und Preisverleihung soweit ist:

  • Möchten Sie sich und Ihr Unternehmen vielleicht auch noch bewerben? Dann schnell!
  • Möchten Sie mehr über die Preisträger der letzten Jahre erfahren? Ein Blick in die zahlreichen Fallstudien lohnt.

 

Agil, aber mit Rückgrat

Agil, aber mit Rückgrat
yoga by sattva

Ich betreibe Yoga, schon eine ganze Weile. Also eine Bewegungsart, die viel mit Beweglichkeit (körperlich und geistig) zu tun hat. Wer von Ihnen auch schon einmal Yoga gemacht hat, weiß, dass diese Beweglichkeit einher geht mit Kraft und Stabilität. So strebt der Baum, eine bekannte Balancehaltung, nicht nur nach oben, sondern ist über die Kraft der Beine auch fest verwurzelt im Boden. Zentrum vieler Haltungen und damit auch Ankerpunkt der Beweglichkeit ist der Rücken, die Wirbelsäule.

Warum erzähle ich das alles?

Beweglichkeit oder eben Agilität ist derzeit ein intensiv diskutiertes Thema. Die agile Organisation gilt als zeitgemäß und damit erstrebenswert. Und ja, Organisationen werden immer agiler, ob nun freiwillig oder den sich verändernden Umweltbedingungen geschuldet. Das heißt für Wissensmanagement, dass auch der Umgang mit Wissen beweglicher werden muss, um in einer agilen Organisation nicht nur zu funktionieren, sondern auch, um die Organisation (auf dem Weg zur) in ihrer Agilität zu unterstützen.

Agiles Wissensmanagement ist für mich vor allem die Vernetzung der Köpfe. Denn im Kopf kann sich Wissen am schnellsten entwickeln, anpassen, die Richtung ändern… Aber reicht das schon aus? Und wie kann Vernetzung überhaupt stattfinden in nicht nur zunehmend agilen, sondern auch zunehmend unübersichtlichen Organisationen? Nun, es braucht, wie im Yoga, eine stabile Mitte, einen stabilen Bezugspunkt. Das kann nun aber nicht mehr die Organisationsstruktur sein. Was aber dann? Antwort: Eine einheitliche Taxonomie, also eine einfache Semantik in Form eines Kategorienbaums. Diese Kategorien bilden die Organisation in ihren Inhalten ab und ist daher per se ein sehr guter Referenzpunkt für das Wissen der Organisation. Über gemeinsame Inhalte und Themen finden die Köpfe zueinander. Über die Kernthemen der Organisation wurzelt der Baum stabil in der Erde, in seinen Verästelungen strebt er himmelwärts, wächst und verändert sich nach Bedarf.

Eine Taxonomie kann so zur Wirbelsäule eines agilen Wissensmanagements bzw. von Wissensmanagement in einer agilen Organisation werden, die beweglich macht durch Stabilität.

Was meinen Sie?

 

Bildquelle: www.elbosquenatural.com