Lernen

Vor- und Nachteile des digitalen Lernens

Der WMOOC 2020 ist zwar vorbei, aber ein paar kleine Nacharbeiten gibt es noch: Es müssen die Aufzeichnungen der allerletzten Live Sessions noch bearbeitet und publiziert werden. Und so gibt es nun die Session mit Prof. Gerald Lembke von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu einem hochaktuellen Thema: Digitale Medien im virtuellen Lernen – warum ich gegen „digitales Lernen“ bin und trotzdem digitale Medien nutze (Dauer 1:08 h).

Gerald Lembke beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Vor- und Nachteilen digitaler Medien (nicht erst seit Corona) und berichtet in der Live Session sowohl aus der Forschung zu diesem Thema wie auch aus persönlichen Erfahrungen – so manch guter Tipp eines Profis eingeschlossen.

WMOOC 2020 – Neues zu den Live Sessions

Der WMOOC 2020 geht schon in seine letzte Woche. Und zum Abschluss gibt es gleich zwei Live Sessions:
Elke Nickel, eine unserer Teilnehmerinnen (was uns besonders freut) wird aus der Praxis ihres persönlichen Wissensmanagement berichten und wie sie dieses in den letzten Monaten optimiert hat.
Thema: Persönliches Wissensmanagement für Freiberufler, Solopreneure und Einzelunternehmen mit Elke Nickel
Datum: Dienstag, 19. Januar 2021, 10:00 Uhr

Und dann möchten Dirk und ich in bester Wissensmanagement-Manier zum Abschluss gerne eine kleine Retrospektive machen: Was ist aus eurer Sicht im WMOOC gut gelaufen? Und was sollten wir beim nächsten Mal anders machen? Wir freuen uns auf Feedback.
Thema: WMOOC-Retrospektive mit Dirk & Gabriele
Datum: Freitag, 22. Januar 2021, 15:00 Uhr

Wer gerne dabei sein möchte und weder beim WMOOC noch beim WMOOC-Newsletter registriert ist, kein Problem: Bitte einfach bei mir melden. Ich schicke die Einwahldaten zu.

Natürlich gibt es aber (fast) immer auch die Möglichkeit die Aufzeichnung der Session anzuschauen, z. B. neu verfügbar, unsere Session mit Susanne Zillich zu spannenden und ach so grundlegenden Frage, wie eigentlich neues Wissen entsteht, und zwar aus psychologischer Sicht (Dauer 1:02:13):

Wie Wissen entsteht

Wie Wissen entsteht
WMOOC

…Psychologische Aspekte des Lernens.

Darum wird es diese Woche in der WMOOC Live Session mit der Psychotherapeutin Susanne Zillich gehen. Und zwar am Dienstag, dem 8. Dezember um 11 Uhr. Dabei wird auch die Frage des persönlichen Lernens, der Resilienz und Stressbewältigung in Zeiten verstärkter virtueller Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Also gleichermaßen ein grundlegend und zeitloses Thema wie auch ein hochaktuelles. Ich bin schon sehr gespannt auf interessantes Expertinnenwissen von Susanne Zillich.

Wer gerne dabei sein möchte, aber beim WMOOC nicht registriert ist, melde ich einfach bitte direkt bei mir. Ich schicke die Einwahldaten dann gerne zu.

Was Tauchen mit Wissen und SEKI zu tun hat – ein Erklärvideo

Und weiter geht es mit den Erklärvideos aus dem Modul Wissensmanagement-Strategien und -Modelle an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Dieses Mal erklärt Alisa Ruths, eingebettet in eine schöne Geschichte rund ums Tauchen, den Unterschied zwischen explizitem und implizitem Wissen und wie das SEKI-Modell von Nonaka und Takeuchi im Praxiskontext verstanden werden kann.

Lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Sie ein bisschen me(h)er:

Erfahrungsbericht: Online-Vorlesung

Bereits seit einigen Jahren habe ich einen Lehrauftrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg als Dozentin für das Modul Knowledge Management Strategien und Modelle, das im Rahmen der Masterstudiengänge Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen angeboten wird. Diese Woche nun stand der erste Vorlesungsblock für das Sommersemester 2020 an: 3 Tage à 8 Stunden Präsenz – so die eigentliche Planung. In diesem Jahr musst jedoch die Präsenz durch eine Online-Veranstaltung ersetzt werden, bei gleichbleibender Stundenzahl und natürlich gleichbleibendem inhaltlichen Umfang.

Da weder die Studierenden noch ich 8 Stunden reiner Vorlesung per Webkonferenz ausgehalten hätten, habe ich das Konzept komplett überarbeitet und den Lehrstoff so auf Vorlesung/Vortrag, Selbstlernphasen und Gruppenarbeiten verteilt, dass die Dauer der Anteile echter Vorlesung/Vortrag bei max. 1 Stunde lagen, was für ein konzentriertes Zuhören schon anspruchsvoll ist. Für die Selbstlern- und Gruppenphasen habe ich teilweise Materialien aus dem Vorlesungsskript angereichert und anders aufbereitet, teilweise Videos meines Youtube-Kanals genutzt, teilweise Materialien aus dem Freien Kursbuch Wissensmanagement verwendet.

Da ich in der Präsenzveranstaltung viel Wert lege auf das gegenseitige Kennenlernen im Sinne des Schaffens eines ba, habe ich ein kurzes Vorstellungsvideo zu mir produziert und auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt. Dann habe ich die Studierenden gebeten, noch vor der Vorlesung ebenfalls ein kurzes Vorstellungsvideo für alle im Kurs hochzuladen. Das haben tatsächlich fast alle schon vor Start der Vorlesung gemacht, sodass ein wenig ba auch virtuell möglich war.

Da die Implementierung einer Online-Meetingplattform seitens der Hochschule nicht rechtzeitig geklappt hat, habe ich den Webkonferenz-Account der GfWM genutzt – herzlichen Dank, liebe GfWM, das ich als Mitglied diese Möglichkeit habe! Die Applikation bietet die Möglichkeit, spontan Umfragen zu erstellen, was ich zwei oder drei Mal zur kleinen Zwischenaktivierung genutzt habe, z. B. mit der Frage, „Welches Wissensmanagement-Modell haltet ihr für eurer Unternehmen am geeignetsten?“. Die Plattform bietet außerdem so genannte breakout sessions, die sich für die Gruppenarbeitsphasen sehr bewährt haben.

Die Studierenden waren sehr diszipliniert und engagiert: Tatsächlich waren von 26 Eingeschriebenen an allen drei Tagen alle 26 die gesamte Zeit dabei. Das gab es bei einer Präsenzveranstaltung noch nie! Nach jeder Selbstlern- und Gruppenphase waren alle pünktlich in der Haupt-Session zurück und konnten sehr gut vorbereitete und aufbereitete Arbeitsergebnisse präsentieren – ich war und bin begeistert.

Was ist nun mein Fazit (bisher, im Mai folgt der zweite Block)?

  • Die Vorlesung hat auch in ihrer Online-Variante ‚funktioniert‘.
  • Das Konzept mit dem konsequenten Wechsel unterschiedlicher Lernszenarien mit klaren Aufgabenstellungen, einem vorab kommunizierten Zeitplan und über den Tag großzügigeren Pausen als bei der Präsenzveranstaltung hat sich bewährt. Bei zwei Retrospektiven zur Veranstaltung selbst, haben die Studierenden bestätigt, dass sie die Veranstaltung als abwechslungsreich und angenehm empfinden.
  • Interessanterweise waren die Studierenden am dritten Tag wahrnehmbar müde oder etwas schwerer zu motivieren – genau wie in der Präsenzveranstaltung auch.
  • Es war schwieriger die ’stillen Wasser‘ in der Gruppe zu identifizieren und zu animieren, da nicht immer deutlich war, wer gerade spricht. Nicht nur aus diesem Grund, werde ich beim nächsten Mal mehr darauf achten, dass bei längeren Redeanteilen die Webcam angeschaltet wird, um die Kommunikation stärker zu personalisieren und die ba-Bildung weiter zu unterstützen.

Ich freue mich auf den nächsten Block im Mai!

Wissenstransfer per Telefon

Diese Woche habe ich neue Erfahrungen in einem altbekannten Thema, nämlich Expert Debriefing, gesammelt.

Die Geschichte:
Am Montag stand der zweite und auch schon letzte Debriefing-Termin mit einer langjährigen Mitarbeiterin einer Kommunalverwaltung und deren Vorgesetzten an, wie so oft in der öffentlichen Verwaltung (noch) ohne Nachfolge. Aufgrund der aktuellen Situation war früh klar, dass der Termin nicht wie geplant vor Ort stattfinden konnte. Ich habe daher vorgeschlagen, das Gespräch virtuell über eine Webkonferenz zu führen. Ich muss gestehen zu meiner Überraschung – man neigt ja dazu unsere Verwaltung zu unterschätzen – waren alle Beteiligten bereit, sich auf dieses Experiment einzulassen. Auch, weil der letzte Arbeitstag der Mitarbeiterin unmittelbar bevorstand und es die letzte Chance war, weiteres wertvolles Erfahrungswissen zu sichern. Leider hat dann ein Technik-Check gezeigt, dass die Mitarbeiterin sich nicht mit der Webconferencing-Plattform verbinden konnte. Kurzentschlossen haben wir uns entschieden, dann einfach nur zu telefonieren. Und haben dies, einschließlich einer kurzen Pause, auch ungefähr drei Stunden lang getan.

Meine Erkenntnisse:
Wissenstransfer über das Telefon kann funktionieren. Allerdings war meines Erachtens sehr hilfreich, dass…
…ein erstes persönliches Gespräch bereits stattgefunden hatte
…die Wissenslandkarte in diesem ersten Gespräch schon grundlegend aufgebaut und zu einzelnen Themen bereits weit fortgeschritten war
…weitgehend gut strukturier- und verbalisierbare Arbeitsabläufe im Vordergrund standen
Wissenstransfer per Telefon ist sicherlich keine Option, wenn auch ein persönliches Gespräch möglich ist. Wenn dies nicht der Fall ist, sind Video- oder Webkonferenz eher die Mittel der Wahl. Aber wenn alle Stricke reißen, geht es tatsächlich auch per Telefon! Wieder was gelernt!

Sie wissen gar nicht, was ein Expert Debriefing ist? Dann schauen Sie hier.

Von Affen, Bananen und Wissensmanagement

Im Rahmen meiner Lehrveranstaltung „Wissensmanagement-Strategien und -Modelle“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bitte ich die Studierenden eine so genannte Vorprüfungsleistung in Form eines kurzen Erklärvideos zu erbringen. Diese Woche war es dann wieder so weit: Während der Vorlesung haben wir uns die verschiedenen Videos zusammen angeschaut.

Das folgende von Christoph Holderbach und Kevin Erb will ich Ihnen nicht vorenthalten. Die beiden erklären auf sehr anschauliche Weise, was 5 Rhesus-Äffchen, Bananen und eine Dusche mit Lernen und Verlernen, mit Wissensmanagement und – ja – sogar mit der ISO 9001 zu tun haben. Viel Spaß:

Mit Hilfe der Kunst

In einem Fernsehbeitrag über die TBA21 Academy fand ich folgende Aussage des Leiters Markus Reymann sehr inspirierend: „Kunst kann Information in Erfahrung verwandeln und damit die Möglichkeit geben, darauf zu reagieren.“

Kunst als Medium der Wissensgenerierung. Kunst als notwendige Brücke zwischen toter Information und lebendigem Handeln. Kunst als Verflüssiger, wenn wir in der schönen Wasser-Analogie von Reinmann denken. Wissensgenerierung als Akt der Versinnlichung von Information…
Dieses Zitat eröffnet einen weiten Raum interessanter Assoziationen, finden Sie nicht?

Wie auch interessant ist, was die TBA21 Academy tut: Sie gehört zur Thyssen Bornemisza Art Contemporary Collection: „The Academy is dedicated to fostering a deeper understanding of the ocean through the lens of art and to engendering creative solutions to its most pressing issues. TBA21–Academy commissions interdisciplinary research that catalyses engagement, stimulates new knowledge, and inspires artistic production. Established in 2011, the nonprofit’s programme is informed by a belief in the power of exchange between disciplines and in the ability of the arts as a vessel for communication, change, and Action.“

Hier geht es zur Website mit weiteren Informationen zu den verschiedenen Projekten.