GfWM

Die Idee der Resonanz – Update Juni 2020 zum Beitrag im kuratierten Dossier

Im letzten Jahr hat die GfWM ein kuratiertes Dossier zum Thema der Gestaltung der Arbeit in der Zukunft herausgegeben, zu dem auch ich einen Aufsatz beisteuern durfte: Die Idee der Resonanz – zur Rolle von Organisation und Führung für die Ermöglichung von New Work.

Nun haben mich Tanja Krins und Stefan Zillich, die beiden Herausgeber des Dossiers, gebeten im Lichte drastisch durch Covid-19 veränderter Rahmenbedingungen ein kurzes Update zu diesem Aufsatz zu schreiben, das nun gestern veröffentlicht wurde.

Geht es schon im ursprünglichen Aufsatz um Themen wie Agilität versus Stabilität oder den Zustand des so genannten permanent beta, hat sich dieses – vor allem letzteres – in den letzten Monaten signifikant verschärft. Covid-19 hat uns – um mit den französischen Existenzialisten zu sprechen – in eine unsichere Welt geworfen. Unsicherheit ist dabei etwas anderes als das Risiko, das wir mit Risiko-Management in den letzten Jahren gelernt haben, wenn nicht zu beherrschen, dann doch zu bewerten und zu adressieren. Unsicherheit beschreibt eine Situation, in der die Kalkulation von Eintrittswahrscheinlichkeiten, wie wir dies eben aus dem Risiko-Management kennen, unmöglich ist. „Mit unsicherem Wissen beabsichtige ich nicht, bloß das, was als sicher bekannt ist, von dem, was nur wahrscheinlich ist, zu unterscheiden. (…) Es existiert keinerlei wissenschaftliche Grundlage, hierüber irgendwelche mathematischen Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Wir wissen es einfach nicht.“ (John Maynard Keynes)

Mit Unsicherheit können wir alle nicht gut umgehen, wir suchen nach Ordnung und Mustern auch dort, wo keine sind, weil sie uns Orientierung versprechen. Von Organisationen (und darunter verstehe ich nun auch im weitesten Sinne gesellschaftliche Organisationssysteme, wie die Politik) und Führung – das eigentliche Thema meines Aufsatzes – erwarten wir gerade jetzt diese Orientierung.

Wäre es aber nicht stattdessen an der Zeit, sich auf diese in unserer Wahrnehmung gewandelte Welt* einzulassen? Camus hat das Geworfensein in die Welt, d.h. unsere existenzielle Freiheit und damit einhergehende Verantwortung für unser Handeln, durchaus als Glück verstanden. Einlassen, worauf? „Es wird eine unvorhersehbare Gesellschaft sein, in der sich Momente oder Intervalle der Ordnung, Sicherheit und Schönheit mit plötzlicher Desintegration und Kaskaden abwechseln, die zu neuen Mustern führen. Unsicherheit gibt Raum für Hoffnung, um den Preis Angst zu haben.“ (George Shackle, 1903-1992)

Der Umgang mit NIcht-Wissen wird wichtiger als der Umgang mit Wissen.

* ‚gewandelt‘ doch nur aus der Perspektive von uns wohlhabenden Migliedern stabiler demokratischer Gesellschaften, große Teile der Welt erleben existenzielle Unsicherheit schon längst vor Covid-19

Frage- und Feedback-Session zum Kompetenzkatalog Wissensmanagement

Am Donnerstag, den 5.12. um 15 Uhr werden Angelika Mittelmann und ich zu dem von uns im Rahmen der GfWM entwickelten Kompetenzkatalog Wissensmanagement live Fragen beantworten. Außerdem freuen wir uns natürlich über konstruktives Feedback.

Als Vorbereitung auf die Fragerunde seien die beiden Erklärvideos zum Kompetenzkatalog empfohlen oder die Aufzeichnung unserer gemeinsamen Session auf dem diesjährigen GfWM Knowledge Camp vom 21. November (Dauer 53′ 18 Min, inklusive Feedbackrunde mit den Teilnehmenden):

Die Fragerunde findet im Rahmen des WMOOC 2019 statt. Wer nicht am WMOOC teilnimmt und gerne trotzdem bei der Fragerunde dabei sein möchte (ausnahmsweise!), melde sich einfach kurz bei mir. Ich lasse die Einwahldaten gerne zukommen.

Bis Donnerstag!

neue GfWM Publikation: Gestaltung der Arbeit in der Zukunft

Beim GfWM Knowledgecamp in Berlin letzte Woche – das übrigens wieder eine wunderbar inspirierende und lebendige Veranstaltung war – wurde eine neue Publikation vorgestellt: Gestaltung der Arbeit in der Zukunft. Neue Antworten im Lichte des Wandels.
Es ist ein kuratiertes Dossier der Fachgruppe Digitale Transformationsprozesse von der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. in Zusammenarbeit mit der Zukunftsallianz Arbeit und Gesellschaft e.V.

Ich selbst durfte mit einem Aufsatz an dieser Publikation mitwirken. Thema: Die Idee der Resonanz – zur Rolle von Organisation und Führung für die Ermöglichung von New Work.

Daneben gibt es vielfältig Artikel zu den psychologischen Aspekten des neuen Arbeitens, zu partizipativem Bauen und Architektur, zu Mediendidaktik und Open Education.

Lassen Sie sich also inspirieren! Die Publikation, deren Startauflage als Print bereits vergriffen ist, kann hier online gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.

GfWM Kompetenzkatalog Wissensmanagement – Erklärvideo Teil 2

Nun ist endlich Teil 2 unseres Erklärvideos zum GfWM Kompetenzkatalog Wissensmanagement verfügbar, den ich gemeinsam mit Angelika Mittelmann im Rahmen einer GfWM Fachgruppe entwickelt habe:

In Teil 2 wird ein Beispielprofil für die Rolle Wissensmanagement Professional vorgestellt.

Wir freuen uns auf weitere Beispiele für Profile zu anderen Rollen im Kontext Wissensmanagement, die auf diesem Kompetenzkatalog basieren. Gerne einfach an mich schicken oder über die Seite der GfWM posten! Auf den Seiten der GfWM kann der gesamte Kompetenzkatalog in einem bearbeitbaren Format (Excel) heruntergeladen werden.

Übrigens: Auf dem diesjährigen Knowledge Camp der GfWM, vom 21.-22.11. in Berlin, werden Angelika und ich eine Session zum Kompetenzkatalog anbieten und diese, wenn die Technik mitmacht, aufzeichnen. Aber vielleicht sehen wir uns ja auch in Berlin?!

Und noch was: Teil 1 des Videos zum Kompetenzkatalog gibt es hier.

Kompetenzkatalog Wissensmanagement

Mit großer Freude und mindestens ebenso großem Stolz darf ich darauf hinweisen, dass der von Angelika Mittelmann und mir als Mitglieder einer GfWM-Fachgruppe entwickelte Kompetenzkatalog Wissensmanagement heute auf den Seiten der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) veröffentlicht wurde, und zwar hier.

Auf Basis dieses Kompetenzkatalogs können und sollen nun Profile für unterschiedliche Rollen im Wissensmanagement sowie unterschiedliche Ausprägungen dieser Rollen entwickelt werden. Wir hoffen, dass im Laufe der nächsten Monate ein Fundus solcher Profile entsteht und mehr Licht ins Dunkel der WiMa-Professionals bringt.

Wer also den Kompetenzkatalog nutzt, um ein Profil zu entwickeln…
Oder wer zum Beispielprofil einer Wissensmanagerin / eines Wissensmanagers Anmerkungen hat…
Oder wer grundsätzlich Anmerkungen zum Kompetenzkatalog hat…

…melde sich doch bitte bei mir!

Angelika und ich werden den Kompetenzkatalog außerdem beim GfWM KnowledgeCamp 2019 vorstellen und laden dort zur Diskussion ein.

Lassen wir bald denken?

Aktuell schreibe ich an einem Aufsatz für eine Sonderpublikation der GfWM zum Thema Zukunft der Arbeit, Arbeit der Zukunft. Bei der Recherche bin ich nun im Kontext Automatisierung und so genannte Performance Support Systeme, die den Menschen unter Anderem durch das Abnehmen informationsverarbeitender Prozesse leistungsfähiger machen sollen, auf folgendes – aus Sicht einer Wissensmanagerin – schönes Zitat gestoßen:

„Wir wissen jedoch, dass Wissen- und Kompetenzerwerb nur dann stattfindet, wenn man sich intensiv mit Information auseinandersetzt. Je mehr uns das Selbstdenken abgenommen wird, desto mehr verlieren wir die Gelegenheit, es zu üben und zu trainieren. Und wenn man Wissen und Kompetenzen nicht anwendet, kann man sie nicht weiterentwickeln und verliert sie sogar.“
Susanne Narciss, Professorin für Psychologie des Lehrens und Lernens, TU Dresden

Wissensmanagement wird in Zeiten von KI nicht etwa obsolet, sondern immer wichtiger.

GfWM Knowledgecamp 2019 jetzt anmelden

Das GfWM Knowledgecamp findet in diesem Jahr vom 21. bis 22. November unter dem Motto Wissen muss vernetzt sein in Berlin statt.

Seit wenigen Tagen ist die Anmeldung freigeschaltet (zum Beispiel hier) und ich empfehle dringend, diese Gelegenheit rasch zu nutzen: Im letzten Jahr war das GKC ausverkauft und einige zu spät Gekommene konnten nur noch auf eine Warteliste bzw. gar nicht mehr aufgenommen werden.

Ich habe mich zu diesem immer wieder inspirierenden Event schon angemeldet. Übrigens sponsort VOLLMAR Wissen+Kommunikation in guter Tradition auch das GKC 2019.

Wir sehen uns also in Berlin!

P.S.: Unser WMOOC 2019, der am 3. Oktober wieder startet, wird mit einer Live Session beim GKC dabei sein. Gerne können Sie sich auch noch zu diesem offenen und kostenfreien Bildungsangebot anmelden.

Wissenstransfer online – Videoaufzeichnung des GfWM Regionaltreffens Stuttgart am 10. Juli verfügbar

Am 10. Juli 2019 trafen sich zahlreiche Interessierte nicht nur aus der Region Stuttgart, sondern dank des virtuellen Formats aus dem gesamten Bundesgebiet, zu einem weiteren Vortrag des von Gabriele Vollmar koordinierten GfWM Regionaltreffens Stuttgart.

Die Wirtschaftspsychologin Lisa Grefe von der Bielefelder SynartIQ GmbH hat in lebendigen 45 Minuten eine Software-Lösung vorgestellt, die von Ihrem Unternehmen in den letzten Monaten entwickelt und in zahlreichen Anwendungsfällen getestet wurde: Bei WitronIQ geht es darum, Mitarbeitende beim eigenen Wissenstransfer aufgrund eines Wechsels oder Ausscheidens so zu unterstützen, dass dieser Transfer auch ohne Begleitung durch einen Moderator effizient strukturiert, geplant und schließlich durchgeführt werden kann. Wie die Referentin dabei anschaulich gezeigt hat, sind viele Praxiserfahrungen aus einigen Jahren Praxiserfahrung in der Rolle der Moderatoren begleiteter Transfers in diese Software eingeflossen.

Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist auf der Seite der GfWM verfügbar (Dauer 49 Min).

Wissenstransfer online – GfWM Regional Webinar am 10. Juli

Wissenstransfer online – GfWM Regional Webinar am 10. Juli
GfWM Regional

Herzlich möchte ich Sie zu unserer nächsten GfWM Regional-Veranstaltung Stuttgart einladen: Am 10. Juli ab 18:30 Uhr wird unsere Referentin, Lisa Grefe von der SynartIQ GmbH in Bielefeld eine provokante These aufstellen: „Wissenstransfer online. Geht ja gar nicht! Geht ja wohl!“

Sie wird uns eine neu entwickelte Software vorstellen, WitronIQ, die Mitarbeitende, die ausscheiden, beim selbstgesteuerten Wissenstransfer unterstützen soll, insbesondere dabei relevantes Wissen erst einmal zu identifizieren, um es dann in einem nächsten Schritt zu transferieren – und zwar ohne Unterstützung durch einen Expert Debriefer bzw. Moderator. Oft reichen ja die zeitlichen Kapazitäten solcher Debriefer – sofern es diese Rolle in der Organisation überhaupt gibt – nicht aus, um tatsächlich alle Fälle von Personalwechseln zu begleiten. Bietet diese neue Software einen gangbaren Ausweg? Nun, wir werden es sehen!

Sie müssen nun nicht extra den vielleicht weiten Weg nach Stuttgart kommen, um dabei zu sein (kommt unsere Referentin auch nicht). Unsere Regionalveranstaltung wird dieses Mal in Form eines Webinars angeboten. Sie können also bequem vom eigenen Rechner aus teilnehmen, egal, wo dieser steht.

Wenn Sie teilnehmen möchten, schicken Sie einfach eine formlose E-Mail an mich. Die Einwahldaten werden wir rechtzeitig an alle Angemeldeten versenden.