Wissensmanagement

WMOOC Live Session zu Body of Knowledge online

Und wieder ist eine Aufzeichnung einer informativen Session aus unserem Wissensmanagement MOOC 2022 auf dem Kanal der Open Academy verfügbar. Dieses Mal – schon zum vierten Mal als Referent beim WMOOC dabei – von Stefan Zillich zu Body of Knowledge – Ideen zu Idealgewicht und Problemzonen beim Formen von Wissensbeständen (Dauer: 57’56 Min):

Live geht es mit den Live Sessions am Freitag, 13. Januar um 11 Uhr weiter. Dann wird Prof. Peter Pawlowsky sowohl einen Blick zurück auf die bisherige Entwicklung von Wissensmanagement werfen als auch einen spekulativen Blick in die Zukunft. Bei Interesse an einer Teilnahme bitte einfach bei mir melden!

WMOOC Live Session zum Pyramid Model online

Mein Wissensmanagement-MOOC Mit-Koordinator Dirk Liesch war über den Jahreswechsel ganz fleißig und hat die Aufzeichnungen der letzten Live Sessions aus dem WMOOC 2022 bearbeitet und online gestellt. Los geht es hier in meinem Blog in dieser Woche mit Annika Lawrence, die über das im Rahmen ihrer von mir betreuten Masterarbeit entwickelte Pyramid Model für Wissensmanagement berichtet. Sehr inspirierend (Dauer 43’55 Min). Viel Spaß!

Aufzeichnung der Live Session zu ‚Wissensmanagement wird agil‘

Meine eigene WMOOC Live Session vom 13.10., gehalten auf dem knowledgecamp der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. ist nun online verfügbar. Viel Spaß! (Dauer 39’23 min)

In den nächsten Wochen wird es übrigens noch zahlreiche inspirierende Live Sessions im WMOOC geben. Seien Sie dabei! Eine Übersicht finden Sie hier.

WMOOC Live Session zum Digitalem Zwilling

WMOOC Live Session zum Digitalem Zwilling
MOOC

In der nächsten Woche startet bereits das zweite Modul des diesjährigen Wissensmanagement-MOOC. Und wir freuen uns auf eine Live Session, in der wir uns mit einem innovativen technischen Thema beschäftigen: Digitaler Zwilling der Organisation: Bestehende Wissensressourcen einfach finden mit Lukas Klaßen von Knowledge in a Box.

Termin: 3. November, 10 Uhr

Wenn Sie gerne dabei sein möchten, schreiben Sie mir einfach! Oder registrieren Sie sich für den WMOOC-Newsletter! Dann erhalten Sie alle Session-Einladungen immer rechtzeitig inklusive der Einwahldaten.

WMOOC Live Session zum Pyramide Model

WMOOC Live Session zum Pyramide Model
MOOC

Pyramide Model? Noch nie gehört? Das kann daran liegen, dass Annika Lawrence, deren exzellente Masterarbeit zu „Customer Knowledge Management – at the interface of a software company and its users“ ich betreuen durfte, dieses Modell im Rahmen ihrer Arbeit selbst entwickelt hat.

Was sie dazu bewogen hat, ein eigenes Modell basierend auf SEKI von Nonaka / Takeuchi und dem Münchner Modell von Reinmann / Mandl zu entwickeln, erzählt sie uns in einer WMOOC Live Session am Donnerstag, 20. Oktober um 11 Uhr.

Sie möchten gerne dabei sein? Melden Sie sich einfach bei mir, und ich schicke Ihnen die Zugangsdaten. Sie wollen immer rechtzeitig über die WMOOC Sessions informiert werden? Dann registrieren Sie sich am besten für unseren kosten- und werbefreien Open Academy-Newsletter.

Die Aufzeichnung meiner eigenen Live Session vom GfWM Knowledgecamp zu „Wissensmanagement wird agil“ ist noch in der Nachbearbeitung, steht aber demnächst auf dem Open Academy-Kanal zur Verfügung.

Die Verlernende Organisation

Ich habe eine Weile gezögert, diesem Beitrag diesen Titel zu geben, weil der Begriff des ‚Verlernens‘ durchaus positiv konnotiert sein kann im Sinne eines Wissensbalast Abwerfens, gedanklichen Raum für Neues Schaffen. So ist er hier aber nicht gemeint, sondern eindeutig negativ im Sinne einer Zurückentwicklung der Organisation und eines Verlustes an organisationalem Wissen, im Grunde einer Verblödung der Organisation.

Ich erlebe das in der letzten Zeit immer häufiger, vor allem bei Konzernen. Dabei geht es weniger um konkret fachliches Wissen, das direkt bezogen auf die Leistungen des Unternehmens bzw. Geschäftsbereiches ist, als um Wissen aus weicheren Umfeld-Wissensdomänen wie beispielsweise Qualitäts- und Risikomanagement und Compliance (wo ich ebenfalls beratend tätig bin). Ich habe mir Gedanken gemacht, welche Ursachen dieses nicht intendierte, aber akzeptierte, weil nicht wahrgenommene Verlernen hat:

  • Das Wissen wird beim Onboarding neuer Organisationsmitglieder nicht oder nicht angemessen vermittelt. Gerade bei als bürokratisch verschrienen Themen wie Qualitätsmanagement und Compliance sind entsprechende Trainings oft lieblos gestaltet. Dazu gehört, dass oftmals die Hintergründe für bestimmte Vorgaben und Prozesse, das Know-why, und damit verbunden auch ihr Nutzen gerade nicht thematisiert werden. Damit sind Lernmotivation und Aufmerksamkeit denkbar niedrig. Falls diese Themen überhaupt Bestandteil eines Onboarding sind.
  • Diese kontinuierliche Erosion der organisationalen Wissensbasis wird zunehmend zu einem Erdrutsch, wenn gleichzeitig die Fluktuation hoch ist. Aufgrund wiederholter Restrukturierungen und aufgrund zunehmendem Outsourcings. In das Onboarding externer Organisationsmitglieder wird in der Regel noch weniger Aufwand investiert. Vielmehr besteht die Auffassung, dass ein gewissermaßen fertiger Service eingekauft wird. Zeit und Budget für organisationsspezifische Kompetenzentwicklung sind nicht oder nur in geringem Umfang eingeplant. Noch weniger, wenn seitens des beauftragten Vendor dann noch auch diese externen Kräfte rasch wechseln, schließlich wird ja nicht eine bestimmte Person angefordert und beschäftigt, sondern eine nicht-personalisierte Leistung, deren Träger:in austauschbar ist.
  • Ach ja, wiederholte Restrukturierungen: So wichtig es frei nach Dirk Baecker ist, eine Organisation immer mal wieder in Unordnung zu bringen, damit sie nicht stagniert, so schädlich sind in rascher Abfolge verordnete Restrukturierungen. Was passiert: Gerade so genannte deep smarts, also kritische (Erfahrungs)Wissensträger verlassen die Organisation. Rollen und Zuständigkeiten bleiben oft über einen zu langen Zeitraum ungeklärt, sodass das damit verknüpfte organisations-implizite Wissen versickert. Organisationsbasen im Kleinen, d.h. in etablierten Teams gehen verloren. Und auch hier wieder, der gezielte und systematische Transfer von dem oben beschriebenen Wissen, das mittelbar auf die Leistungserbringung wirkt, ist selten Bestandteil von Restrukturierungsmaßnahmen.

Der so genannte root cause hinter diesen Phänomenen ist, dass das Bewusstsein für die Bedeutung dieses Wissens in der Organisation verloren gegangen ist. Bezogen auf Qualitäts- und Risikomanagement sowie Compliance ist es die fehlende Erfahrung fehlgeschlagener Audits, eingetretener Risiken usw. D.h. das Bewusstsein, dass dieses Wissen ein notwendiges ist, geht mangels konkreter Erfahrung mit der Zeit verloren. Das dazu gehörende mindset verblasst. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Verlust dieses Wissens gerade die Wahrscheinlichkeit von Audit-Versagen und Risiko-Eintritt. Haben wir hier eine Art von unausweichlichem Kondratjew-Zyklus? Sind Lernende und Verlernende Organisation auch in dieser negativen Lesart immer miteinander verschränkt?

Was meinen Sie? Und sehen Sie noch weitere Ursachen für das Verlernen? Ich freue mich auf eine Diskussion!

Ausbildung zum Wissensmanagement-Professional 2022

So, nun stehen die Termine für die beiden Präsenz-Wochenenden unserer Ausbildung zum Wissensmanagement-Professional nach dem Kompetenzkatalog der GfWM fest, und ich kann endlich dafür werben!

Die Ausbildung integriert den Wissensmanagement MOOC, der am 3. Oktober nun bereits zum sechsten Mal startet, mit zwei Präsenz-Workshops, bei denen in einer kleinen Gruppe Tools und Methoden des Wissensmanagement praktisch erprobt werden und intensiv Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht werden. Interesse? Weitere Informationen gibt es hier.

Seien Sie dabei!

Ideenlos im Homeoffice

Die Ideenfindung funktioniert in Präsenz besser als im virtuellen Raum. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie von Melanie Brucks von der Columbia University und Jonathan Levav von der Stanford University. Die beiden haben hierzu Experimente mit fast 2000 Teilnehmer:innen durchgeführt. Beispielsweise gaben sie je zwei Personen eine gemeinsame Aufgabe, die eine Hälfte der Proband:innen löste sie gemeinsam in einem Raum, die andere arbeitete online zusammen. Die in Präsenz zusammenarbeitenden Tandems kamen dabei nicht nur auf deutlich mehr Ideen, sondern nach Einschätzung Außenstehender waren es auch die kreativeren. Der Prozess der Ideenbewertung und -auswahl hat virtuell übrigens genauso gut funktioniert wie in Präsenz, kommt es hier doch weniger auf Assoziation als auf kognitiven Fokus und klare Argumentation an.

Die Schlussfolgerung der beiden Forschenden: Die Fokussierung bei der Online-Zusammenarbeit, wie blicken mehr oder weniger starr auf den Bildschirm, werden weniger abgelenkt, ist dem kreativen Prozess abträglich. Also, weniger Fokus und mehr Zerstreuung, wenn es kreativ werden soll!

Doch was, wenn ein persönliches Zusammentreffen gar nicht möglich ist? Lässt sich eine kreative Atmosphäre auch online erzeugen? Wie? Oder wenn ein Teil eines Teams sich in Präsenz trifft, ein anderer aber ’nur‘ online dazugeschaltet wird? Das New Normal des hybriden Arbeitens bietet noch viel Raum für das Experimentieren und Erfahrungen Machen. Dazu empfehle ich das aktuelle kuratierte Dossier der GfWM, dieses Mal auch mit einem Beitrag von mir zu Wissensmanagement in Zeiten des hybriden Arbeitens.

Backen nach SECI

Gerade ist mein Modul Wissensmanagement-Modelle und -Strategien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu Ende gegangen, und wieder habe ich den Studierenden als so genannte Vorprüfungsleistung die Aufgabe gestellt, entweder ein Erklärvideo zu erstellen oder ein Icon für den Begriff ‚Wissenstransfer‘. In den nächsten Wochen werde ich immer mal wieder Ergebnisse davon teilen. Ich hoffe, Sie sind ebenso begeistert von den kreativen Leistungen der Studierenden wie ich.

Los geht es mit Carolin Ricarda Spohn und dem SECI-Modell (Wissensspirale) (Dauer 4’34 Min):

Vielen Dank, Carolin, für dein tolles Video!