Wissensmanagement

Zur Rolle von Bibliotheken in der Informationsgesellschaft

Zur Rolle von Bibliotheken in der Informationsgesellschaft
Bibliothek meiner Heimatstadt Reutlingen

Wie wir alle wissen, gibt es Wissensmanagement irgendwie schon immer – vor allem in (öffentlichen) Bibliotheken. Leider sind diese in den letzten Jahren ein wenig aus unserer Wahrnehmung verschwunden. Oder wann waren Sie das letzte Mal in Ihrer Stadtbibliothek? Hat Ihr Unternehmen eine Bibliothek? Die Sie nutzen?

Ein sehr interessantes Radio-Feature zur Rolle der Bibliothek in der Informationsgesellschaft hören Sie hier mit Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek in KölnClaudia Lux, Professorin für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Andreas Mittrowann, Coach für Strategieentwicklung.

Brauchen wir Bibliotheken noch in Zeiten des Internets? Und welche Rolle können Sie für unser Lernen immer noch oder immer wieder neu spielen?

 

Bildquelle: Stadt-Reutlingen.de

Gehung statt Sitzung

Gehung statt Sitzung
Weg Alpen

Aufgeschnappt: Die Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia hat im Rahmen ihrer Disseration am Max-Planck-Institut Leipzig untersucht, wie sich Bewegung auf die Gehirnleistung auswirkt. Sie hat herausgefunden, dass körperliche Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen oder Fahrradfahren dafür sorgen, dass das Gehirn optimal arbeitet. Denn durch Bewegung würden verschiedene Prozesse angekurbelt, z. B. das Nervenwachstum oder die Vernetzung der Gehirnzellen.

Also, nichts wie raus!

neues Erklärvideo online: Der reflective practitioner als Grundhaltung im persönlichen Wissensmanagement

Aktuell arbeite ich an zwei Studienheften für die Fernhochschule Hamburg, eines zum Thema organisationales Wissensmanagement und eines zum Thema persönliches Wissensmanagement. Ein guter Anlass, sich selbst einmal wieder – jenseits der täglichen (Beratungs-)Praxis – vertiefter mit diesen Themen auseinanderzusetzen und im Weltwissensfundus zu stöbern.

Bei den Recherchen zum persönlichen Wissensmanagement bin ich dabei auf ein Konzept gestoßen, das bereits in den 80er Jahren entstanden ist: der reflective practitioner, der reflektierende Praktiker.

Für mich DIE entscheidende Grundhaltung für das persönliche Wissensmanagement. Deshalb gibt es dazu nun ein neues Erkärvideo (Dauer 3 Min 07):

Und. Haben Sie heute schon bewusst reflektiert?

Ausbildung zum Wissensmanager, zur Wissensmanagerin – jetzt anmelden und im Oktober starten!

Zur ausklingenden Sommerpause, möchte ich nochmals auf die Möglichkeit einer Ausbildung zum Wissensmanager, zur Wissensmanagerin hinweisen, die im Oktober mit dem dritten MOOC Wissensmanagement starten wird.

Die Ausbildung verfolgt den so genannten flipped classroom-Ansatz, d.h. Phasen des Selbststudiums durch die Teilnahme am MOOC werden ergänzt durch zwei intensive anderthalbtägige Präsenzphasen, jeweils Donnerstag / Freitag zum konkreten gemeinsamen Arbeiten, Erfahrungsaustausch, Ausprobieren, Praxisreflexion usw.

Inhaltlich folgt die Ausbildung dem aktuellen Stand des Kompetenzprofils Wissensmanager der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.

Die Fortbildung kann, auf Wunsch, mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Seien Sie dabei! Wie gesagt, die ersten Plätze unserer bewusst sehr klein gehaltenen Gruppe sind bereits belegt. Detaillierte Informationen gibt es in diesem Flyer.

Bei Fragen bitte einfach an mich wenden!

 

P.S.: Natürlich können Sie auch einfach wieder „nur“ am freien Angebot des WMOOC 2018 teilnehmen, der wie immer am 3. Oktober startet.

P.P.S.: Sie betreiben bereits erfolgreiches Wissensmanagement? Dann freuen wir uns, wenn Sie eine Live Session im WMOOC mit uns gestalten und Ihre Erfahrungen teilen. Bitte einfach bei mir melden!

Irrtümer im und über Wissensmanagement

Am Wochenende hatte ich mein Seminar „Wissensmanagement“ im Master-Studiengang „Personalentwicklung“ an der Technischen Universität Kaiserslautern. Dieses Modul ist als flipped classroom konzipiert, d.h. die Studierenden eignen sich die theoretischen Grundlagen schon in Vorbereitung auf die Präsenzphase im Selbststudium über 2 Studienbriefe an. Dadurch steht das Wochenende zur Verfügung für den intensiven Austausch und rege Interaktion.

Als Dozentin überlasse ich es weitgehend den Studierenden, ein wenig wie in einem Barcamp, die Agenda für das Wochenende zu bestimmen. Dazu können Sie am Freitag Abend, gewissermaßen zum Auftakt, Arbeitsthemen auf Moderationskarten für die beiden nächsten Tage vorschlagen. An diesem Wochenende habe ich am Freitag Abend in diesem Stapel einen interessanten Themenwunsch gefunden: Irrtümer im Wissensmanagement.

Sehen Sie hier, was die Studierenden und ich uns gemeinsam dazu haben einfallen lassen:

Irrtümer im WM

Vielleicht haben Sie Ergänzungen?

 

Wir unterstützen wieder das GKC 2018

Wir unterstützen wieder das GKC 2018
GKC

Ich freue mich als Sponsorin auch in diesem Jahr wieder das Knowledge Camp der Gesellschaft für Wissensmanagement unterstützen zu können. Für mich sind diese jährlich stattfindenden barcamps rund ums Wissensmanagement mit die inspirierendsten Veranstaltungen, von denen ich immer mit einem Kopf voller Ideen nach Hause fahre.

Wer dieses Jahr dabei sein möchte: Das GKC findet vom 23. bis 24. Oktober in München statt. Alles Weitere finden Sie hier.

Viel Spaß und vor allem viele Ideen und Kontakte!

Aufgelesen

Aufgelesen
Aufgelesen

Zum Wochenende mal wieder ein kleines „Aufgelesen“, dieses Mal nicht aus einem Fachbuch, -artikel, sondern aus einem Roman (Der Bonbonpalast von Elif Shafak):

„Für Professor Kandinsky funktionierte das Gehirn wie eine penetrante Hausfrau mit ausgeprägtem Ordnungssinn. Es nimmt alles in Beschlag, was das Haus betritt, und sorgt dafür, die selbst geschaffene Ordnung zu bewahren.“

Ein schönes Bild für Informationsverarbeitung und Wissen als subjektive Konstruktion (und warum Lernen und Disruption schon auf individueller Ebene so schwierig sind), oder?

The gaming scientist

The gaming scientist
exoplanet lichtkurve

Haben Sie schon einmal vom Konzept der Citizen Science gehört? Ursprünglich, d.h. in den 1990er Jahren, in denen der Begriff geboren wurde, sollte damit die Öffnung der Wissenschaft hin zur Gesellschaft gefördert werden, im Sinne der Wissenschaftskommunikation.

In Zeiten von Big Data hat der Begriff in den letzten Jahren eine Umdeutung erfahren: Heute bezeichnet man mit Citizen Science in der Regel die Beteiligung von Nichtwissenschaftlern an der Datensammlung nach einem spezifischen, wissenschaftlichen Protokoll einerseits und andererseits an der Analyse und Interpretation der Daten. Kurz, es geht um die ehrenamtliche Zuarbeit.

Nun ist das Sammeln von Daten und auch die Analyse großer Datenmengen nicht gerade eine spannende Tätigkeit. Was sollte also Laien, und zwar eine ausreichend kritische Masse davon, motivieren genau dieses zu tun? In ihrer Freizeit?

Hier kommt nun das Gaming ins Spiel (im wahrsten Sinne des Wortes): Die in der Regel langweilige und repetitive Recherchetätigkeit wird in ein bestehendes Computerspiel eingebaut und zwar so, dass die eigentliche Spielerfahrung dadurch nicht gestört wird. Die Wissenschaft passiert sozusagen nebenbei. Dass das tatsächlich funktioniert, hat das Project Discovery bereits bei der Erstellung des Humanproteinatlas bewiesen und beweist es aktuell bei der Suche nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Project Discovery ist ein kleines Spielmodul, das freiwillig zusätzlich in das Computerspiel EVE Online installiert werden kann. Bei der Suche nach Exoplaneten müssen Teleskopbilder auf bestimmte Lichtmuster hin, die ein Indikator für einen Exoplanet sein können, analysiert werden. Das geschieht natürlich durch reine Rechneranalyse, aber eben auch durch den Menschen, dessen Fähigkeit zur Mustererkennung der Rechnerleistung offensichtlich immer noch überlegen ist. So werden diejenigen Lichtkurven (insgesamt hat das Weltraumteleskop fast 170.000 aufgenommen), die vom Rechner bereits aussortiert wurden, im zweiten Schritt den menschlichen Analysten vorgelegt, die in komplexen, chaotisch anmutenden Lichtkurven immer noch Muster erkennen, wo der Rechner eben den „Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht“ (Sie entschuldigen das schräge Bild). Die Gamer werden im Erfolgsfall übrigens mit wertvollen Ausrüstungsgegenständen für das virtuelle Raumschiff oder den eigenen Avatar belohnt – womit sonst?

Sie finden das auch spannend? Die Schweizer Plattform Massively Multiplayer Online Science hat sich die Integration von Gaming und Citizen Science auf die Fahne geschrieben.

Aber was hat das alles nun eigentlich mit Wissensmanagement zu tun? Vielleicht ja nichts…, aber die Erweiterung des persönlichen Wissens sollte nicht immer so konsequent auf Relevanz gefiltert sein, oder? Vielleicht ganz viel bei ein wenig Nachdenken, denn es geht um die Generierung neuen Wissens, um die Mobilisierung der magischen crowd, um Big Data und Digitalisierung, um Motivation… Das weitere Nachdenken überlasse ich Ihnen!

 

Bildquelle: www.br.de

Neues vom WMOOC

Neues vom WMOOC
WMOOC

Nach dem Wissensmanagement MOOC ist vor dem Wissensmanagement MOOC:

Aktuell sind Dirk Liesch und ich dabei, den nächsten WMOOC, der am 3. Oktober 2018 starten wird, vorzubereiten. Neben den bereits bewährten Online-Lerninhalten und hoffentlich wieder spannenden Experteninterviews und Live Sessions, bieten wir dieses Mal eine begleitende Ausbildung zum Wissensmanagement Professional an. Diese folgt dem so genannten flipped classroom-Ansatz, wobei das flipped aus dem Selbststudium im und mit dem WMOOC besteht, das classroom aus zwei ergänzenden 1,5-tägigen Präsenzseminaren zum praktischen Üben, gemeinsamen Reflektieren der Inhalte sowie dem intensiven Erfahrungsaustausch und der Vernetzung. Inhaltlich orientiert sich die Ausbildung am Kompetenzmodell Wissensmanagement der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V., das aktuell unter meiner Mitwirkung entsteht.

Interesse? Mehr Informationen gibt es in diesem Flyer: wissensmanagement_professional_ausbildung_2018