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Neues White Paper zu Wirkungsmessung im Wissensmanagement veröffentlicht

Neues White Paper zu Wirkungsmessung im Wissensmanagement veröffentlicht
Abgepacktes Wissen

Im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit der DGQ, der Deutschen Gesellschaft für Qualität, habe ich ein weiteres DGQ White Paper veröffentlicht. Dieses Mal geht es um die (Un-)Möglichkeiten zur Wirkungsmessung im Wissensmanagement – natürlich vor dem aktuellen Hintergrund der ISO 9001:2015, aber nicht nur. Schauen Sie mal rein!

Und falls Sie mein erstes DGQ White Paper darüber, warum Lessons Learned (nicht) funktionieren verpasst haben, hier ist es.

Und schließlich, falls Ihnen diese White Papers Spaß machen: Bald wird es ein drittes in dieser kleinen Reihe geben, dieses Mal zum Thema Community.

Viel Spaß beim Lesen an einem hoffentlich entspannten und sonnigen Tag der Arbeit.

Ihre Gabriele Vollmar

Gedankenfundus oder Wrap up Tag 2 Kremser Wissensmanagement-Tage

Gedankenfundus oder Wrap up Tag 2 Kremser Wissensmanagement-Tage
campus krems

Auch an Tag 2 bleibt das Thema der Digitalisierung das beherrschende Thema an der Donau-Universität:

  • Eine interessante Fragestellung, die bereits am gestrigen Tag in einem leider viel zu kurzen Workshop mit Barbara  Geyer-Hayden von der FH Burgenland aufgeworfen wurde, ist, inwieweit sich Wissensmanagement im Kontext der Digitalisierung verändern wird/muss. Meine Überzeugung ist, dass Wissensmanagement sich viel stärker als bisher auf die Möglichkeiten der (effektiven!) Vernetzung der Köpfe konzentrieren sollte und zwar auf Kosten der althergebrachten und eigentlich längst gelösten Fragen der Wissensvorratshaltung in ihren unterschiedlichen Formen. It’s the Community, stupid! Und zwar die weltweite und virtuelle. Wie kann diese in ihrer Wissensarbeit wirkungsvoll unterstützt werden? Wie kann verhindert werden, dass durch die Virtualisierung die Effektivität von Kollaboration leidet? Ach, viele spannende Fragen, liebe Wissensmanager! Viel spannender als die nach der besten Struktur für den SharePoint.
  • Kollaboration und Vernetzung führen zu einem weiteren Schlagwort, dem der so genannten kollektiven Intelligenz. Dazu gab es einen – wie immer – interessanten Input von Lukas Zenk von der Donau-Uni zu einem aktuellen Forschungsprojekt dort. Darauf will ich aber nun gar nicht eingehen, sondern auf meine abschweifenden Gedanken: Ihren Anfang nahm diese Abschweifung beim richtigen Hinweis von Lukas Zenk, der Begriff ‚Intelligenz‘ komme vom lateinischen ‚intellegere‘, was schlicht ‚verstehen‘ heißt. Bedeutet kollektive Intelligenz dann schlicht, dass wir auf Basis eines gegenseitigen Verstehens ein gemeinsames Verständnis entwickeln und Sachverhalte in der Folge ähnlich verstehen und damit effektiv gemeinsam an einer Problemlösung arbeiten können?
  • Ach ja, Fragen über Fragen. Aber lieber komme ich von einer Konferenz mit spannenden Fragen zum Nachdenken zurück als mit langweiligen Antworten.
  • Auch ethische Fragen tun sich im Umfeld der digitalen Transformation auf: Zum Beispiel die Frage, ob ein Mensch immer wissen sollte, dass er nicht mit einem anderen Menschen interagiert, sondern mit einer Maschine. Was meinen Sie?
  • Herzlichen Dank an den Referenten Stefan Holtel für seinen Hinweis auf das Paper „Ironies of Automation“ von Lisanne Bainbridge. Die Ironie: …the more advanced a control system is, so the more crucial may be the contribution of the human operator. Schauen Sie selbst mal rein! Wenn wir nun also in komplexen oder Notfall-Situation doch den menschlichen Operator brauchen – und sei es nur, weil wir ihm mehr vertrauen – was heißt es dann für dessen Kompetenz, wenn ihm qua Automatisierung die Möglichkeiten beschränkt werden durch das Bearbeiten von Standardfällen notwendige Erfahrung und Routine zu erlangen. Wenn immer nur der Autopilot das Flugzeug steuert, wie sehr vertraue ich darauf, dass in einem Notfall der menschliche Pilot in der Lage ist souverän die richtigen Entscheidungen zu treffen?
  • Klaus North präsentierte seine Wissenstreppe als Wissenstreppe 4.0, also gewissermaßen gemappt auf Elemente der Digitalisierung. Das war interessant (keine Sorge, ein entsprechendes Buch ist in Arbeit, Sie können das also bald auch nachlesen). Er hat uns dazu aufgerufen, die Algorithmen hinter den Systemen zu verstehen, um die Kontrolle nicht an wenige Menschen, nämlich diejenigen, welche die Daten(Auswahl) und die Algorithmen definieren, abzugeben. Aber reicht das aus? Was ist mit den Algorithmen, welche die selbstlernenden Systeme autark fortschreiben bis zu dem Punkt der technologischen Singularität, an dem kein Mensch sie mehr verstehen kann? Wer hat dann die Kontrolle?

Fazit nach zwei Tagen Krems und „Wissen wird smart“: Die digitale Transformation wirft viele Fragen auf. Doch stellen wir auch die richtigen? Die wesentlichen? Wie beispielsweise die nach unseren digitalen Grundrechten? Können wir einfach davon ausgehen, dass die Digitalisierung den Leitsatz von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen nicht berührt? Oder sollten wir uns jetzt darum kümmern? Zum Beispiel durch eine Charta der digitalen Grundrechte, die Bürgerinnen und Bürger der EU gerade erarbeiten. Arbeiten Sie doch mit: digitale Charta!

Gedankenfundus oder Wrap up Tag 1 Kremser Wissensmanagement-Tage

Gedankenfundus oder Wrap up Tag 1 Kremser Wissensmanagement-Tage
campus krems

Ich bin mal wieder ins idyllische Krems zu den Wissensmanagement-Tagen an der dortigen Donau-Uni gereist und sitze und höre und reichere meinen Ideen- und Gedankenfundus an. In diesen picke ich nun – Vorsicht: ganz unstrukturiert – zum Tagesabschluss mal da und dort hinein:

  • Thema der diesjährigen Kremser Wima-Tage ist „Wissen wird smart“. Was soll das denn nun heißen? Laut Duden bedeutet smart „clever, gewitzt, ausgefuchst, geschäftstüchtig“ oder auch „von modischer, auffallend erlesener Eleganz, soigniert, exklusiv“. Wird Wissen also (endlich) geschäftstüchtig? Oder gar elegant?
    Nun, weder noch. Die Veranstalter wollten lediglich eine Verbindung zum aktuellen Dauerthema der digitalen Transformation schlagen. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Idee eines „eleganten Wissens“.
  • A propos, Digitalisierung. Ich danke, Petra Wimmer von der Donau-Uni für die ehrliche Formulierung „digitale Rationalisierung“.
  • Kurz darauf stutze ich schon wieder, nämlich bei der Formulierung „Digitalisierung des Denkens“. Was kann ich mir darunter vorstellen? Dass wir nur noch binär in 0 und 1, schwarz und weiß denken? Das passiert ja leider aktuell durchaus erschreckend häufig. Oder bedeutet Digitalisierung des Denkens, dass wir nun auch im Sinne der digitalen Rationalisierung das Denken an die digitalen Assistenten auslagern. Nimmt man die kognitionspsychologische Definition von ‚Denken‘ ist das gar nicht so undenkbar: Denken ist demnach eine Mischung aus Gedächtnisleistung und logisch abstrakter Symbolverarbeitung. So gesehen, ist uns der Computer dank seiner Rechnerleistung als Denker gar überlegen, oder? Da halte ich es doch lieber mit Heidegger, für den das Denken einen Weg darstellt, wobei das zu-Denkende sich dem Menschen entzieht und ihn dadurch mitzieht. Das erscheint mir als ein zutiefst menschlicher und durch Algorithmen nicht zu imitierender Prozess. Also doch keine Digitalisierung des Denkens!?
  • So schwierig es ist, den Begriff des Denkens klar zu definieren, so schwierig ist es bekanntermaßen auch den Begriff des Wissens zu fassen. Wer von uns wüsste das nicht. Daher bin ich ganz dankbar dafür an eine gar nicht so neue und wunderbar pragmatische und knappe Definition des Wissenssoziologen Nico Stehr erinnert worden zu sein: Knowledge is capacity to act. Voilà.
  • Wenn unser Handeln auf unserem Wissen beruht, was sagt es dann über den Möglichkeitsraum unseres Handelns aus, wenn wir dank immer optimalerer Informationslogistik zunehmend in unserer customized information bubble nur noch unser eigenes Echo hören? Brauchen disruptive Innovation und die Option sich anders zu verhalten, als erwartbar eine Subversion der Informationslogistik im Namen der Effizienz?
  • Erleben wir bald eh das Ende der Effizienzdiktatur, weil zunehmende Vernetzung und damit einhergehend steigende Komplexität das Effizienzdenken, das auf Kalkulierbarbeit und Prospektion beruht, aushebelt?

Der Kopf brummt, der Tag in Krems geht zu Ende. Mein Denken zieht mich mit…

 

Letztes Erklärvideo meiner Studierenden jetzt online

Letztes Erklärvideo meiner Studierenden jetzt online
YouTube Kanal

Ach, schade, hier kommt schon das letzte Erklärvideo aus meinem Modul „Wissensmanagement“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Diesmal erklärt Thomas Kieferle, was Mikroschulungen sind und wozu sie eingesetzt werden können:

Vielleicht haben Sie ja einige der Videos in den letzten Wochen angeschaut und das eine oder andere davon hilfreich gefunden. Ich jedenfalls denke, dass diese kleine Aufgabenstellung (es war tatsächlich eine so genannte Vorprüfungsleistung) wunderbar gezeigt hat, wie gut Videos zum Vermitteln von Inhalten eingesetzt werden können – und zwar mit überschaubaren (technischen) Bordmitteln und einem überschaubaren Aufwand. Auch Nachfrage meinten die Studierenden, sie hätten einen halben bis einen Tag für diese Aufgabe aufgewandt.

Also: Warum nicht einmal ein Video anstelle der ewigen Dokumente als Instrument zum Wissenstransfer? Auch in Ihrem Unternehmen?

P.S.: Diese Videos, wie übrigens alle Videos auf meinem Youtube-Kanal, unterliegen der Creative Commons-Lizenz und sind damit frei nutzbar.

P.P.S.: Ein herzliches Dankeschön an die Studierenden, die sich mit Engagement und vielen kreativen Ideen auf diese etwas ungewöhnliche Aufgabenstellung für eine Vorprüfungsleistung eingelassen haben.

Neues Erklärvideo zum Thema E-Learning ist online

Neues Erklärvideo zum Thema E-Learning ist online
YouTube Kanal

Nach einer kleinen Unterbrechung geht die Serie von Erkärvideos aus meinem Wissensmanagement-Modul an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg weiter – und nähert sich auch dem Ende, fürchte ich.

Dieses Mal erklärt Nicolai Groß, was E-Learning ist und warum Organisationen E-Learning einsetzen:

Nun steht nur noch ein letztes Video aus, dann ist der Fundus aus der Vorprüfungsaufgabe erschöpft.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß mit „Was ist E-Learning“.

Aufgepasst! Es werden wieder exzellente Wissensorganisationen gesucht.

Aufgepasst! Es werden wieder exzellente Wissensorganisationen gesucht.
EWO

Als Jury-Mitglied des Wettbewerbs „Exzellente Wissensorganisation“ der vergangenen Jahre, freue ich mich darüber, dass es in 2018 wieder einen solchen Wettbewerb geben wird – und zwar als gemeinsame Initiative der bisherigen Macher um Christian Keller und der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. 

Motto des Wettbewerbs ist, Lernen von den Besten – eine oftmals effektive Methode wenn es darum geht, die eigenen Prozesse zu optimieren und bewährte Methoden zum Wissensmanagement in der eigenen Organisation zu implementieren. Doch wer sind überhaupt die Besten? Die Auszeichnung „Exzellente Wissensorganisation“ identifiziert Leuchttürme im professionellen Umgang mit Wissen.

Der Award bietet all jenen Organisationen, die sich bereits mit der Professionalisierung ihrer Wissensorganisation beschäftigt haben, die Chance, ein qualifiziertes Feedback durch eine renommierte Expertenjury zu erhalten. Daneben ist es eine gute Möglichkeit für Unternehmen, die die Bedeutung guter Wissensorganisation für sich erkannt haben, die eigene Exzellenz in Hinsicht auf den Umgang mit Wissen nach außen zu tragen.

Gehören auch Sie dazu und möchten im Jahr 2018 mit dabei sein? Oder kennen Sie eine exzellente Wissensorganisation, die Sie vorschlagen möchten? Weitere Informationen zur Teilnahme folgen.

Die Fallbeispiele der Preisträger aus den letzten Jahren erlauben spannende Einblicke in die Wissensmanagement-Maßnahmen, die sie zu exzellenten Wissensorganisationen machen. Alle Fallbeispiele der ausgezeichneten Organisationen von 2007 bis 2015 sowie ausführliche Hintergrundinformationen zu diesem Preis finden Sie hier.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Unternehmen als Preiskandidat in der Jury zu treffen.