Allgemein

Von Affen, Bananen und Wissensmanagement

Im Rahmen meiner Lehrveranstaltung „Wissensmanagement-Strategien und -Modelle“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bitte ich die Studierenden eine so genannte Vorprüfungsleistung in Form eines kurzen Erklärvideos zu erbringen. Diese Woche war es dann wieder so weit: Während der Vorlesung haben wir uns die verschiedenen Videos zusammen angeschaut.

Das folgende von Christoph Holderbach und Kevin Erb will ich Ihnen nicht vorenthalten. Die beiden erklären auf sehr anschauliche Weise, was 5 Rhesus-Äffchen, Bananen und eine Dusche mit Lernen und Verlernen, mit Wissensmanagement und – ja – sogar mit der ISO 9001 zu tun haben. Viel Spaß:

The impact of information technology on knowledge creation

I am very proud about some numbers sent to me today: The article The impact of information technology on knowledge creation: An affordance approach to social media, which I wrote in 2014 together with Prof. Heinz-Theo Wagner and Dr. David Wagner and which was published in the Journal of Enterprise Information Management, has been downloaded over 5000 times and received over 100 citations in various scientific publications.

Curious? Here you go!

Wissen, was in der ISO30401 KM System steht

Wollen Sie wissen, was in der brandneuen internationalen Norm zu Wissensmanagement ISO 30401 Knowledge Management System steht? Welche Anforderungen an Organisationen und deren Umgang mit Wissen dort gestellt werden? Wie Wissensmanagement dabei grundsätzlich verstanden wird? Wie die Umsetzung dieser Norm in der Praxis aussehen kann?

Wenn ja, seien Sie schnell! Es sind noch einige Plätze für eine Veranstaltung von GfWM e.V. (Gesellschaft für Wissensmanagement) und DIN (Deutsches Institut für Normung) am 18. Juni in Berlin frei. Eine Anmeldung ist noch bis 20. Mai möglich. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es hier.

Ich freue mich darauf, Sie in Berlin zu treffen.

Mit Hilfe der Kunst

In einem Fernsehbeitrag über die TBA21 Academy fand ich folgende Aussage des Leiters Markus Reymann sehr inspirierend: „Kunst kann Information in Erfahrung verwandeln und damit die Möglichkeit geben, darauf zu reagieren.“

Kunst als Medium der Wissensgenerierung. Kunst als notwendige Brücke zwischen toter Information und lebendigem Handeln. Kunst als Verflüssiger, wenn wir in der schönen Wasser-Analogie von Reinmann denken. Wissensgenerierung als Akt der Versinnlichung von Information…
Dieses Zitat eröffnet einen weiten Raum interessanter Assoziationen, finden Sie nicht?

Wie auch interessant ist, was die TBA21 Academy tut: Sie gehört zur Thyssen Bornemisza Art Contemporary Collection: „The Academy is dedicated to fostering a deeper understanding of the ocean through the lens of art and to engendering creative solutions to its most pressing issues. TBA21–Academy commissions interdisciplinary research that catalyses engagement, stimulates new knowledge, and inspires artistic production. Established in 2011, the nonprofit’s programme is informed by a belief in the power of exchange between disciplines and in the ability of the arts as a vessel for communication, change, and Action.“

Hier geht es zur Website mit weiteren Informationen zu den verschiedenen Projekten.

Über das Unbehagen mit Wissensmanagement – Video online

In einem Blogbeitrag aus dem Februar habe ich bereits kurz über meine Key Note auf der 5. Internationalen Tagung zu Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung in Graz berichtet und das dabei entstandene Graphic Recording von Reinhard Gussmag geteilt.

Nun wurde auch das Video zum Vortrag von der Universität online zur Verfügung gestellt.

Viel Spaß!

Wie Roboter lernen wie Menschen

Im Wissensmanagement beschäftigen wir uns immer wieder mit der Frage, wie wir lernen und wie letztlich Wissen entsteht. Diese Frage beschäftigt auch die Forscher auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und der Robotik. Einer von ihnen ist Sami Haddadin, Leiter der Munich School of Robotics and Machine Intelligence.

Bei einem Vortrag an der Leibniz Universität Hannover demonstriert er gemeinsam mit Roboter Franka sehr eindrücklich, wie ein Roboter bzw. eine künstliche Intelligenz lernen kann, und zwar nicht durch die (stupide) Analyse millionenfacher Datensätze, sondern durch eine Nachahmung des menschlichen Lernprozesses: in a balance of exploitation and exploration (Haddadin). Das Video verdeutlicht nicht nur, wie Maschinen schon heute lernen können, sondern zeigt auch sehr schön, wie eigentlich unser menschlicher Lernprozess im Grunde funktioniert:

Vor Kurzem nun hat Haddadin das Experiment noch weiter getrieben: Bei einer Veranstaltung in der Pinakothek der Moderne hat er maschinelles kollektives Lernen demonstriert. Er stellte mehreren Robotern die Aufgabe ein Schloss zu öffnen. Wie in obigem Video lediglich durch Ausprobieren. Wie bei Franka in Hannover braucht es eine ganze Weile, bis der erste es schafft, den Schlüssel ins Schloss zu stecken. In einem zweiten Durchgang verbindet Haddadin die Roboter über das Internet. Sobald nun einer von ihnen einen Fehlversuch macht, lernen die anderen automatisch, dass es so nicht geht und wiederholen den Fehler bereits nicht mehr. Nach einer sehr kurzen Zeit schon stecken alle Schlüssel gleichzeitig im Schloss. Leider, leider gibt es von dieser Veranstaltung kein Video.

Wie schön hätte man dieses in Vorträgen und Workshops zum Thema Corporate Learning, Lessons Learned usw. verwenden können, gell?
Und auch ein wenig Schwindelgefühl: Die Roboter lernen wie Menschen lernen, was die Menschen lehrt, wie sie lernen…