Allgemein

Aufgeschnappt

Satya Nadella, seit 2014 Vorstandsvorsitzender von Microsoft, hat es vor Kurzem geschafft, Microsoft in der Liste der wertvollsten Unternehmen wieder vor Google zu platzieren. Und zwar auch aufgrund einer gegenüber seinem Vorgänger radikal anderen Unternehmenskultur. Einer seiner Leitsätze für diesen Wandel, der mir persönlich gut gefällt (Ihnen vielleicht auch?): Aus Microsoft ein Unternehmen aus Besserlernern statt Besserwissern machen. Das passt nicht nur für Microsoft, oder?

Zur Rolle von Bibliotheken in der Informationsgesellschaft

Zur Rolle von Bibliotheken in der Informationsgesellschaft
Bibliothek meiner Heimatstadt Reutlingen

Wie wir alle wissen, gibt es Wissensmanagement irgendwie schon immer – vor allem in (öffentlichen) Bibliotheken. Leider sind diese in den letzten Jahren ein wenig aus unserer Wahrnehmung verschwunden. Oder wann waren Sie das letzte Mal in Ihrer Stadtbibliothek? Hat Ihr Unternehmen eine Bibliothek? Die Sie nutzen?

Ein sehr interessantes Radio-Feature zur Rolle der Bibliothek in der Informationsgesellschaft hören Sie hier mit Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek in KölnClaudia Lux, Professorin für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Andreas Mittrowann, Coach für Strategieentwicklung.

Brauchen wir Bibliotheken noch in Zeiten des Internets? Und welche Rolle können Sie für unser Lernen immer noch oder immer wieder neu spielen?

 

Bildquelle: Stadt-Reutlingen.de

a teachable moment

A teachable moment is an unplanned opportunity that arises and where one has a chance to gain and offer insight.
A teachable moment is not something that you can plan for; rather, it is a fleeting opportunity that must be sensed and seized.

Wann hatten Sie Ihren letzten teachable moment?

Und was haben Sie dabei gelernt? Oder was konnte jemand anderes von Ihnen lernen?

 

Zitat nach www.thoughtco.com

Irrtümer im und über Wissensmanagement

Am Wochenende hatte ich mein Seminar „Wissensmanagement“ im Master-Studiengang „Personalentwicklung“ an der Technischen Universität Kaiserslautern. Dieses Modul ist als flipped classroom konzipiert, d.h. die Studierenden eignen sich die theoretischen Grundlagen schon in Vorbereitung auf die Präsenzphase im Selbststudium über 2 Studienbriefe an. Dadurch steht das Wochenende zur Verfügung für den intensiven Austausch und rege Interaktion.

Als Dozentin überlasse ich es weitgehend den Studierenden, ein wenig wie in einem Barcamp, die Agenda für das Wochenende zu bestimmen. Dazu können Sie am Freitag Abend, gewissermaßen zum Auftakt, Arbeitsthemen auf Moderationskarten für die beiden nächsten Tage vorschlagen. An diesem Wochenende habe ich am Freitag Abend in diesem Stapel einen interessanten Themenwunsch gefunden: Irrtümer im Wissensmanagement.

Sehen Sie hier, was die Studierenden und ich uns gemeinsam dazu haben einfallen lassen:

Irrtümer im WM

Vielleicht haben Sie Ergänzungen?

 

Schneller, weiter, kreativer?

Haben Sie zufällig das aktuelle Titelbild des Harvard Business Manager schon gesehen? „Schneller brainstormen. In 4 Minuten zur zündenden Idee“.

Klingt vielversprechend, oder? Oder doch irreführend? Denn…

Hat Kreativität nicht auch viel mit Muße zu tun? Brauchen Ideen nicht Zeit zum Reifen? Vor allem, wenn sie wegweisend sein sollen (ich verwende mal bewusst nicht das (Un-)Wort ‚disruptiv‘)?

Muße, also die Zeit, die der Mensch zur freien Verfügung hat, galt den Denkern der Antike als notwendiger Freiraum für schöpferisches Handeln und als angestrebter Gegenpol zur unfreien Slavenarbeit. Erst das Mittelalter sah in der menschlichen Muße eine Bedrohung (der herrschenden Macht- und Denkstrukturen): Müßiggang ist aller Laster Anfang. Vielleicht ja aber auch aller (ungewollten, weil revolutionären) Neuerung?

Protestantische Ethik und Frühkapitalismus haben sich diese Sicht zu eigen gemacht. Ja, und der Spätkapitalismus, in dem wir heute leben, hat die Muße in Form von Freizeit zwar wiederentdeckt, aber dabei auch weitgehend kommerzialisiert und ihrer notwendigen Leere beraubt.

Wäre es denn nicht nachhaltiger kreativ, anstatt in 4 Minuten zur nächsten scheinbar zündenden Idee zu hetzen, der persönlichen Muße wieder mehr Platz einzuräumen? Damit Ideen nicht in Sekunden verglühen, sondern wachsen, wurzeln und austreiben?

Ich gehe jetzt mal raus und denke darüber nach. In aller Ruhe.

 

Ausbildung zum Wissensmanager mit Abschluss

Ausbildung zum Wissensmanager mit Abschluss
WMOOC

Aus gegebenem Anlass – die ersten Plätze sind nämlich bereits belegt – möchte ich nochmals auf die Möglichkeit einer Ausbildung zum Wissensmanager hinweisen, die im Oktober mit dem dritten MOOC Wissensmanagement starten wird.

Die Ausbildung verfolgt den so genannten flipped classroom-Ansatz, d.h. Phasen des Selbststudiums durch die Teilnahme am MOOC werden ergänzt durch zwei intensive anderthalbtägige Präsenzphasen, jeweils Donnerstag / Freitag zum konkreten gemeinsamen Arbeiten, Erfahrungsaustausch, Ausprobieren, Praxisreflexion usw.

Inhaltlich folgt die Ausbildung dem aktuellen Stand des Kompetenzprofils Wissensmanager der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.

Die Fortbildung kann, auf Wunsch, mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Seien Sie dabei! Wie gesagt, die ersten Plätze unserer bewusst sehr klein gehaltenen Gruppe sind bereits belegt. Detaillierte Informationen gibt es in diesem Flyer.

Bei Fragen bitte einfach an mich wenden!

 

P.S.: Natürlich können Sie auch einfach wieder „nur“ am freien Angebot des WMOOC 2018 teilnehmen, der wie immer am 3. Oktober startet.

Wir unterstützen wieder das GKC 2018

Wir unterstützen wieder das GKC 2018
GKC

Ich freue mich als Sponsorin auch in diesem Jahr wieder das Knowledge Camp der Gesellschaft für Wissensmanagement unterstützen zu können. Für mich sind diese jährlich stattfindenden barcamps rund ums Wissensmanagement mit die inspirierendsten Veranstaltungen, von denen ich immer mit einem Kopf voller Ideen nach Hause fahre.

Wer dieses Jahr dabei sein möchte: Das GKC findet vom 23. bis 24. Oktober in München statt. Alles Weitere finden Sie hier.

Viel Spaß und vor allem viele Ideen und Kontakte!

Aufgeschnappt

Heute möchte ich gerne mal wieder ein kleines Aufgeschnappt mit Ihnen teilen:

Und zwar 2 Gedanken aus 7 Lektionen für die nächste Generation von Jack Ma, dem Gründer des chinesischen Online-Händlers Ali Baba.

  1. Gedanke: Pures Wissen ist von gestern. Was den Menschen in den letzten 200 Jahren vorangebracht hat, nämlich das schiere Anhäufen von Wissen, ist passé, weil Maschinen und Computer sich alles besser merken können und dabei nie müde werden.
  2. Gedanke: Weisheit ist das neue Wissen. Wenn Maschinen dem Menschen im Anhäufen von Daten und Fakten überlegen sind, bleibt dem Menschen die Weisheit. Schlaue Maschinen sehen Dinge, die dem Menschen entgehen. Aber ein weiser Mensch sieht diese Dinge auch, kann aber vorgeben, sie nicht zu sehen. Das ist Weisheit, die nur der Mensch erlangt.

Laut Ma, kommt es im Unternehmen nicht auf die schlauesten Mitarbeiter an, sondern auf die verrücktesten.

So gesehen: Tun Sie etwas Verrücktes an diesem Wochenende. Und haben Sie Spaß dabei!

Die Liste

Heute ein kleines Presse-Clipping aus der letzten Frankfurter Sonntagszeitung als Denkstoff:

„Fragen Sie immer, wenn jemand eine Smart City oder ein autonomes Auto plant: Wo ist die Liste mit den Dingen, die nicht automatisiert werden? Das Bewusstsein für das Nicht-Automatisierbare ist der Indikator dafür, inwieweit die menschliche Freiheit erhalten bleibt.“, sagt Alexander Mankowsky, Future Studies and Ideation Daimler AG.