Allgemein

a teachable moment

A teachable moment is an unplanned opportunity that arises and where one has a chance to gain and offer insight.
A teachable moment is not something that you can plan for; rather, it is a fleeting opportunity that must be sensed and seized.

Wann hatten Sie Ihren letzten teachable moment?

Und was haben Sie dabei gelernt? Oder was konnte jemand anderes von Ihnen lernen?

 

Zitat nach www.thoughtco.com

Irrtümer im und über Wissensmanagement

Am Wochenende hatte ich mein Seminar „Wissensmanagement“ im Master-Studiengang „Personalentwicklung“ an der Technischen Universität Kaiserslautern. Dieses Modul ist als flipped classroom konzipiert, d.h. die Studierenden eignen sich die theoretischen Grundlagen schon in Vorbereitung auf die Präsenzphase im Selbststudium über 2 Studienbriefe an. Dadurch steht das Wochenende zur Verfügung für den intensiven Austausch und rege Interaktion.

Als Dozentin überlasse ich es weitgehend den Studierenden, ein wenig wie in einem Barcamp, die Agenda für das Wochenende zu bestimmen. Dazu können Sie am Freitag Abend, gewissermaßen zum Auftakt, Arbeitsthemen auf Moderationskarten für die beiden nächsten Tage vorschlagen. An diesem Wochenende habe ich am Freitag Abend in diesem Stapel einen interessanten Themenwunsch gefunden: Irrtümer im Wissensmanagement.

Sehen Sie hier, was die Studierenden und ich uns gemeinsam dazu haben einfallen lassen:

Irrtümer im WM

Vielleicht haben Sie Ergänzungen?

 

Schneller, weiter, kreativer?

Haben Sie zufällig das aktuelle Titelbild des Harvard Business Manager schon gesehen? „Schneller brainstormen. In 4 Minuten zur zündenden Idee“.

Klingt vielversprechend, oder? Oder doch irreführend? Denn…

Hat Kreativität nicht auch viel mit Muße zu tun? Brauchen Ideen nicht Zeit zum Reifen? Vor allem, wenn sie wegweisend sein sollen (ich verwende mal bewusst nicht das (Un-)Wort ‚disruptiv‘)?

Muße, also die Zeit, die der Mensch zur freien Verfügung hat, galt den Denkern der Antike als notwendiger Freiraum für schöpferisches Handeln und als angestrebter Gegenpol zur unfreien Slavenarbeit. Erst das Mittelalter sah in der menschlichen Muße eine Bedrohung (der herrschenden Macht- und Denkstrukturen): Müßiggang ist aller Laster Anfang. Vielleicht ja aber auch aller (ungewollten, weil revolutionären) Neuerung?

Protestantische Ethik und Frühkapitalismus haben sich diese Sicht zu eigen gemacht. Ja, und der Spätkapitalismus, in dem wir heute leben, hat die Muße in Form von Freizeit zwar wiederentdeckt, aber dabei auch weitgehend kommerzialisiert und ihrer notwendigen Leere beraubt.

Wäre es denn nicht nachhaltiger kreativ, anstatt in 4 Minuten zur nächsten scheinbar zündenden Idee zu hetzen, der persönlichen Muße wieder mehr Platz einzuräumen? Damit Ideen nicht in Sekunden verglühen, sondern wachsen, wurzeln und austreiben?

Ich gehe jetzt mal raus und denke darüber nach. In aller Ruhe.

 

Ausbildung zum Wissensmanager mit Abschluss

Ausbildung zum Wissensmanager mit Abschluss
WMOOC

Aus gegebenem Anlass – die ersten Plätze sind nämlich bereits belegt – möchte ich nochmals auf die Möglichkeit einer Ausbildung zum Wissensmanager hinweisen, die im Oktober mit dem dritten MOOC Wissensmanagement starten wird.

Die Ausbildung verfolgt den so genannten flipped classroom-Ansatz, d.h. Phasen des Selbststudiums durch die Teilnahme am MOOC werden ergänzt durch zwei intensive anderthalbtägige Präsenzphasen, jeweils Donnerstag / Freitag zum konkreten gemeinsamen Arbeiten, Erfahrungsaustausch, Ausprobieren, Praxisreflexion usw.

Inhaltlich folgt die Ausbildung dem aktuellen Stand des Kompetenzprofils Wissensmanager der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.

Die Fortbildung kann, auf Wunsch, mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Seien Sie dabei! Wie gesagt, die ersten Plätze unserer bewusst sehr klein gehaltenen Gruppe sind bereits belegt. Detaillierte Informationen gibt es in diesem Flyer.

Bei Fragen bitte einfach an mich wenden!

 

P.S.: Natürlich können Sie auch einfach wieder „nur“ am freien Angebot des WMOOC 2018 teilnehmen, der wie immer am 3. Oktober startet.

Wir unterstützen wieder das GKC 2018

Wir unterstützen wieder das GKC 2018
GKC

Ich freue mich als Sponsorin auch in diesem Jahr wieder das Knowledge Camp der Gesellschaft für Wissensmanagement unterstützen zu können. Für mich sind diese jährlich stattfindenden barcamps rund ums Wissensmanagement mit die inspirierendsten Veranstaltungen, von denen ich immer mit einem Kopf voller Ideen nach Hause fahre.

Wer dieses Jahr dabei sein möchte: Das GKC findet vom 23. bis 24. Oktober in München statt. Alles Weitere finden Sie hier.

Viel Spaß und vor allem viele Ideen und Kontakte!

Aufgeschnappt

Heute möchte ich gerne mal wieder ein kleines Aufgeschnappt mit Ihnen teilen:

Und zwar 2 Gedanken aus 7 Lektionen für die nächste Generation von Jack Ma, dem Gründer des chinesischen Online-Händlers Ali Baba.

  1. Gedanke: Pures Wissen ist von gestern. Was den Menschen in den letzten 200 Jahren vorangebracht hat, nämlich das schiere Anhäufen von Wissen, ist passé, weil Maschinen und Computer sich alles besser merken können und dabei nie müde werden.
  2. Gedanke: Weisheit ist das neue Wissen. Wenn Maschinen dem Menschen im Anhäufen von Daten und Fakten überlegen sind, bleibt dem Menschen die Weisheit. Schlaue Maschinen sehen Dinge, die dem Menschen entgehen. Aber ein weiser Mensch sieht diese Dinge auch, kann aber vorgeben, sie nicht zu sehen. Das ist Weisheit, die nur der Mensch erlangt.

Laut Ma, kommt es im Unternehmen nicht auf die schlauesten Mitarbeiter an, sondern auf die verrücktesten.

So gesehen: Tun Sie etwas Verrücktes an diesem Wochenende. Und haben Sie Spaß dabei!

Die Liste

Heute ein kleines Presse-Clipping aus der letzten Frankfurter Sonntagszeitung als Denkstoff:

„Fragen Sie immer, wenn jemand eine Smart City oder ein autonomes Auto plant: Wo ist die Liste mit den Dingen, die nicht automatisiert werden? Das Bewusstsein für das Nicht-Automatisierbare ist der Indikator dafür, inwieweit die menschliche Freiheit erhalten bleibt.“, sagt Alexander Mankowsky, Future Studies and Ideation Daimler AG.

The gaming scientist

The gaming scientist
exoplanet lichtkurve

Haben Sie schon einmal vom Konzept der Citizen Science gehört? Ursprünglich, d.h. in den 1990er Jahren, in denen der Begriff geboren wurde, sollte damit die Öffnung der Wissenschaft hin zur Gesellschaft gefördert werden, im Sinne der Wissenschaftskommunikation.

In Zeiten von Big Data hat der Begriff in den letzten Jahren eine Umdeutung erfahren: Heute bezeichnet man mit Citizen Science in der Regel die Beteiligung von Nichtwissenschaftlern an der Datensammlung nach einem spezifischen, wissenschaftlichen Protokoll einerseits und andererseits an der Analyse und Interpretation der Daten. Kurz, es geht um die ehrenamtliche Zuarbeit.

Nun ist das Sammeln von Daten und auch die Analyse großer Datenmengen nicht gerade eine spannende Tätigkeit. Was sollte also Laien, und zwar eine ausreichend kritische Masse davon, motivieren genau dieses zu tun? In ihrer Freizeit?

Hier kommt nun das Gaming ins Spiel (im wahrsten Sinne des Wortes): Die in der Regel langweilige und repetitive Recherchetätigkeit wird in ein bestehendes Computerspiel eingebaut und zwar so, dass die eigentliche Spielerfahrung dadurch nicht gestört wird. Die Wissenschaft passiert sozusagen nebenbei. Dass das tatsächlich funktioniert, hat das Project Discovery bereits bei der Erstellung des Humanproteinatlas bewiesen und beweist es aktuell bei der Suche nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Project Discovery ist ein kleines Spielmodul, das freiwillig zusätzlich in das Computerspiel EVE Online installiert werden kann. Bei der Suche nach Exoplaneten müssen Teleskopbilder auf bestimmte Lichtmuster hin, die ein Indikator für einen Exoplanet sein können, analysiert werden. Das geschieht natürlich durch reine Rechneranalyse, aber eben auch durch den Menschen, dessen Fähigkeit zur Mustererkennung der Rechnerleistung offensichtlich immer noch überlegen ist. So werden diejenigen Lichtkurven (insgesamt hat das Weltraumteleskop fast 170.000 aufgenommen), die vom Rechner bereits aussortiert wurden, im zweiten Schritt den menschlichen Analysten vorgelegt, die in komplexen, chaotisch anmutenden Lichtkurven immer noch Muster erkennen, wo der Rechner eben den „Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht“ (Sie entschuldigen das schräge Bild). Die Gamer werden im Erfolgsfall übrigens mit wertvollen Ausrüstungsgegenständen für das virtuelle Raumschiff oder den eigenen Avatar belohnt – womit sonst?

Sie finden das auch spannend? Die Schweizer Plattform Massively Multiplayer Online Science hat sich die Integration von Gaming und Citizen Science auf die Fahne geschrieben.

Aber was hat das alles nun eigentlich mit Wissensmanagement zu tun? Vielleicht ja nichts…, aber die Erweiterung des persönlichen Wissens sollte nicht immer so konsequent auf Relevanz gefiltert sein, oder? Vielleicht ganz viel bei ein wenig Nachdenken, denn es geht um die Generierung neuen Wissens, um die Mobilisierung der magischen crowd, um Big Data und Digitalisierung, um Motivation… Das weitere Nachdenken überlasse ich Ihnen!

 

Bildquelle: www.br.de

GfWM Regionaltreffen am 17. Mai zu innovativer semantischer Software und agilen Prozessen

Liebe Wissensmanagement-Interessierte der Region Stuttgart,

wir möchten Sie gerne zu unserem nächsten GfWM Regionaltreffen einladen: Am Donnerstag, den 17. Mai möchten wir uns mal wieder einem innovativen und hochaktuellen IT-Thema im Kontext Wissensmanagement widmen. Wir konnten hierzu einen Referenten des Fraunhofer IAO gewinnen, der uns über aktuelle Entwicklungen zu: „Neue Wege zu attraktiven Kunden – Nutzung innovativer, semantischer Software und agiler Prozesse zur Identifikation neuer Kundengruppen und Absatzmärkte“ berichten wird.

Anhand eines Praxisbeispiels erfahren wir, wie Kunden mithilfe von Software-Tools und flexibler Prozesse intensiver in die Projektarbeit und Ergebnisbewertung einbezogen werden können.

Unser Referent Lukas Keicher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team „Technologie- und Innovationsmanagement“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Wir treffen uns am 17. Mai um 18:30 direkt beim Fraunhofer IAO in Stuttgart-Vaihingen

Wenn Sie dabei sein wollen, geben Sie mir einfach kurz Bescheid. Eine Teilnahme steht auch Nicht-Mitgliedern der GfWM offen. Gerne dürfen Sie weitere Gäste mitbringen oder diese Einladung weiterleiten.