Wissensmanagement

Wissensmanagement in der Produktion – neues WMOOC Video

Ich freue mich, euch auf eine weitere Aufzeichnung aus unserem letzten WMOOC aufmerksam zu machen, die nun im open academy-Kanal verfügbar ist, und zwar aus zwei Gründen:

Zum einen, weil der Vortrag von Larissa Uebereck von Daimler Trucks zu Wissensmanagement in der Produktion ausgezeichnet und absolut anregend war, und außerdem ein im Wissensmanagement wenig repräsentiertes Thema aufgreift (Wissensmanagement jenseits des Schreibtischs).

Zum anderen, weil Larissas Arbeitgeber eine Veröffentlichung der Aufzeichnung zunächst abgelehnt hat – was aus den oben genannten Gründen sehr schade war. Dank Larissas Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft dürfen wir das Video nun schließlich doch mit euch teilen.

Es lohnt sich! Viel Spaß! (Dauer 50’16 Min).

Erfolgsfaktoren im Wissensmanagement

Ja, ein „altes“ Thema. Aber doch auch ein immer aktuelles und nachgefragtes. Im vergangenen Sommersemester hat Nils-Hagen Staudt, einer der Studenten in meiner Lehrveranstaltung „Wissensmanagement-Modelle und -Strategien“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, dieses Thema in seiner Seminararbeit in Form eines Literatur Reviews aufgegriffen.

Dabei hat er für die Stichwortsuche die drei Datenbanken Science Direct, Emerald Insight und IEEE Xplorer nach den Stichwörtern „Knowledge Management“ und „Success factors“ in unterschiedlicher Kombination durchsucht. Die initiale Suche ergab 39 Treffer über alle Datenbanken hinweg; 26 Einträge wurden dann ausgeschlossen, weil sich auf eine spezifische Industrie, einen spezifischen Fachbereich oder ein spezifisches Land bezogen bzw. nicht das geforderte Themengebiet trafen. Somit ergab sich eine finale Anzahl von 13 Studien, welche ausschließlich aus Literatur Reviews und Case Studies bestanden und die Erfolgsfaktoren im Wissensmanagement behandelten.

Und dies ist das Ergebnis – herzlichen Dank, Nils!

Abbildung von Nils-Hagen Staudt

Wissen ist kein Sack Reis

Wissen: Produkt oder Prozess?
Immer wieder ein nützlicher Diskussionspunkt in meinen Lehrveranstaltungen, um die Studierenden zum Nachdenken über das Wesen von Wissen anzuregen.
Dazu hier nun ein weiteres anregendes Zitat:

Wissen ist kein Sack Reis, den man von A nach B trägt. Wissen ist nichts, was man googeln kann, allerdings auch nichts, was in Büchern steht. Wissen entsteht, wenn ich aktiv einen Gedanken nachvollziehe, ein geistiges Modell aufbaue und dieses Modell dann auch auf andere Situationen übertragen kann.“
Henning Beck, Neurowissenschaftler

Oder ganz anschaulich, Wissen als subjektive Konstruktion:

Die ganze Vielfalt von Wissensmanagement (fast) in einer Mindmap

Seit Januar 2023 arbeite ich mit in einer Fachgruppe der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM) unter der Leitung von Sonja Kaiser und Martin Harnisch gemeinsam mit Sabine Wax, Florian Schmuhl und Dirk Liesch an einer Mindmap Wissensmanagement. Diese wurde nun nach zahlreichen Treffen, lebendigen (manchmal heißen) Diskussionen und konstruktivem Feedback weiterer Wissensmanagement-Expert:innen auf der Website der GfWM veröffentlicht – hurra! https://www.gfwm.de/wm-mindmap/

Die Wissensmanagement-Mindmap soll einen systematischen Überblick über die wesentlichen Handlungsfelder, Modelle, Methoden und Tools im Bereich des Wissensmanagements geben. Sie wurde entwickelt, um Interessierten einen erleichterten Einstieg in dieses vielfältige Themenfeld zu ermöglichen. Als umfangreiche Orientierungshilfe richtet sie sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Organisationen.

Auf der Website der GfWM kann die Mindmap in unterschiedlichen Formaten heruntergeladen werden.
Viel Spaß damit!

Entwicklung einer Mustersprache als Wissensmanagement-Methode

Es gibt eine weitere Aufzeichnung einer Live Session aus dem letzten Wissensmanagement-MOOC (WMOOC). Dieses Mal stellen und Angelika Mittelmann und Christine Erlach von der Frankfurt Knowledge Group ihr beeindruckendes Projekt einer Mustersprache zum Wissensgebiet „Wissenstransfer“ vor. Damit schlagen sie gleich 2 Wissensmanagement-Fliegen: Zum einen viel Erfahrungswissen rund um die Wissenssicherung beim Personalweggang und -wechsel, zum anderen die Anregung eine Mustersprache selbst als Wissensmanagement-Methode zu begreifen. Ganz faszinierend. Ich habe die Methode Mustersprache unmittelbar in meine Lehrveranstaltungen integriert.

Wie immer ist das Video auf dem open academy-Kanal zu finden (Dauer 59’21 Min.):

Ist das m/ein Body of Knowledge? Aufzeichnung der WMOOC Live Session

Die Aufzeichnung der Live Session mit Stefan Zillich aus dem letzten Wissensmanagement-MOOC (WMOOC) ist nun auf unserem open academy-Kanal verfügbar (Dauer 57’37):

Mit der Session schließt Stefan an seine Session aus dem Vorjahr an und führt uns weiter in die Fragestellungen rund um einen so genannten Body of Knowledge. Auch diese erste Session zum Thema wurde aufgezeichnet und ist verfügbar.

Viel Spaß allen „Zuschauern“ beim Nachdenken über den Body of Knowledge. Und herzlichen Dank, Stefan, für deine erneute großartige Unterstützung unseres WMOOC!

Ein neuer Wissensbaustein?

Im Rahmen meiner Lehrveranstaltung zu Wissensmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg haben wir uns am Freitag mit verschiedenen Wissensmanagement-Modellen beschäftigt, darunter (natürlich) auch das Bausteine-Modell nach Probst et al. Dabei äußerte eine Studentin einen interessanten Gedanken: Sollten die Bausteine bzw. Wissensprozesse in Zeiten von Fake News und KI generiertem „Wissen“ eventuell um einen Baustein „Wissen validieren“ ergänzt werden?

Vielen Dank für diese Anregung zum Nachdenken, liebe Jasmin!

Mit dem GfWM Kompetenzkatalog zu den Future Skills

Pünktlich zur jährlichen Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) e.V. ist Band 6 des von der GfWM herausgegebenen Kuratierten Dossiers erschienen. Dieses Mal unter dem Titel Future Skills Knowledge Management.

Wie immer versammelt die Publikation lesenswerte und inspirierende Beiträge rund um das Thema Wissensmanagement. Einer davon stammt aus der Feder von Angelika Mittelmann, Ute John und mir. Darin wenden wir den von uns entwickelten Kompetenzkatalog Wissensmanagement exemplarisch auf drei fiktive Wissensarbeiter:innen an und gehen dabei der Frage nach, welche Future Skills diese benötigen. Den Beitrag findet ihr im Dossier oder als Einzelpublikation direkt hier.

Viel Spaß bei der Lektüre!