WMOOC 2026 startet am 3.10.

WMOOC 2026 startet am 3.10.
WMOOC Kursbuch

Ausnahmsweise an einem Samstag, traditionell zum Tag der Deutschen Einheit, geht es los. Unser MOOC rund um das Thema Wissensmanagement startet zum 10. Mal. Freut euch mit uns auf tolle wöchentliche Live-Sessions aus Theorie und Praxis. In diesem Jahr haben wir sogar einige MOOC-Wochen mit zwei Sessions. Das wird intensiv! Seid also ab Samstag aktiv beim WMOOC 2026 dabei!

Wir starten wie immer mit unserer Auftaktveranstaltung für WMOOC-Neulinge und Neugierige (erste Live Session):
Am Montag dem 5. Oktober um 16 Uhr : Einführung in den WMOOC (Ablauf, Organisatorisches, Neues im WMOOC 2026 usw.) mit Gabriele & Dirk. Wir freuen uns, wenn auch ihr live dabei sein könnt. Du bist nicht für den WMOOC registriert, möchtest aber trotzdem an der Session teilnehmen? Dann melde dich einfach bei mir!
Achtung: Diese Live Session wird nicht online gestellt, da es hauptsächlich ums Kennenlernen und Organisatorisches geht.

Vorschau auf unsere Live Sessions im ersten WMOOC-Modul, d. h. im Oktober:

Thema: Smartes objektbasiertes Lernen mit Dirk Liesch
Termin: Montag 12.10.2026 16 Uhr

Thema: Besser unterscheiden mit Chatbots mit Stefan Holtel
Termin: Montag 19.10.2026 16 Uhr

Thema: Vorausschauende Wissenssicherung mit der Transferampel mit Christian Keller und Gabriele Vollmar
Termin: Mittwoch 21.10.2026 11 Uhr

Tragt euch diese Termine ein! Auch wenn die meisten Live Sessions als Aufzeichnung zur Verfügung gestellt werden, ist es doch immer schöner selbst dabei zu sein und z. B. Fragen stellen zu können. Und auch die Referent:innen freut’s, wenn möglichst viele von Euch live dabei sind!

Alle, die für den WMOOC registriert sind, erhalten außerdem in jeder MOOC-Woche empfohlene Lernmaterialien für das Selbststudium und eine Arbeitsaufgabe, für die es über die Plattform einen Badge für das eigene ePortfolio gibt. Also schaut doch gerne mal beim WMOOC rein!

WMOOC 2026 – noch mehr Save the Dates

WMOOC 2026 – noch mehr Save the Dates
MOOC

Am 3. Oktober startet zum zehnten Mal der Wissensmanagement MOOC und der Kalender mit den Live Sessions füllt sich immer weiter. In den letzten Tagen sind zwei spannende Sessions dazu gekommen – beide mit einem Fokus auf Wissensmanagement und KI:

  • 19.10. 16 Uhr: Stefan Holtel, Kurator für digitalen Wandel, zeigt uns in einer Live Demo, wie wir mittels Chatbots besser unterscheiden: Chatbots werden meist als schnelle Antwortmaschinen genutzt. Ihr größerer Nutzen für die tägliche Wissensarbeit könnte jedoch darin liegen, genauer zu unterscheiden: Was bedeutet eine unklare Anforderung eigentlich? Welche Annahmen bleiben unausgesprochen? Welche Zielkonflikte oder Perspektiven übersehen wir?
  • 9.11. 17 Uhr: Maximilian Moore berichtet über ein Praxisprojekt zum Einsatz von KI für den Wissenstransfer beim Jobwechsel bei einem großen Chemie-Unternehmen.

Außerdem freuen wir uns über eine Session mit gleich vier Session Geber:innen – ein ganzes Autor:innen-Team:

  • 20.11. 13 Uhr: Onboarding und Offboarding in der Öffentlichen Verwaltung. Grundlage das Vortrags ist eine Veröffentlichung der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.

Und nochmal erinnern möchte ich auch an die bereits publizierten Termine:

  • 5.10. 16 Uhr: Wie immer starten Dirk und ich die Session-Serie mit einer kleinen Einführung in den WMOOC. Das ist vor allem für die Neulinge gedacht.
  • 21.10. 11 Uhr: Christian Keller und ich stellen unser kleines Tool ‚Transferampel‚ vor und berichten darüber, wie dieses Tool die Verankerung eines systematischen Wissenssicherungsprozesses in der Organisation unterstützen kann.
  • 4.11. 16 Uhr: Stefan Zillich stellt die aktuell hochbrisante Frage, „Wie robust sind unsere epistemischen Systeme?„
  • 10.11. 17 Uhr: Angelika Mittelmann nimmt uns mit auf ihren Fitness-Parcours Persönliches Wissensmanagement
  • 1.12. 16 Uhr: Pavel Kraus und Manfred Bornemann zeigen, wie mit ihrem KM Story Telling Canvas die Überzeugung des Top Managements in Sachen Wissensmanagement gelingt
  • 8.12. 17 Uhr: Benjamin Nahkosteen führt uns entlang seines pragmatischen Leitfadens zur erfolgreichen wissensorientierten Führung

Wenn du über den WMOOC und die Live Sessions in den nächsten Wochen auf dem Laufenden gehalten werden möchtest, dann abonniere am besten unseren Newsletter. Oder registriere dich für den WMOOC und nutze neben den Live Sessions auch die Lerninhalte und Lernaufgaben entlang des 3-monatigen Curriculums.

Zum Glück werde ich dieses Jahr 57!

Zum Glück werde ich dieses Jahr 57!
ich_2017

Vor kurzem bin ich in der ZEIT über eine Aussage gestolpert, die mich – aus persönlichen Gründen – neugierig gemacht hat: Mit 57 Jahren, so war dort zu lesen, erreiche unsere kristalline Intelligenz ihren Höhepunkt. Die fluide Intelligenz dagegen nehme bereits ab einem Alter von etwa 20 Jahren ab. Und mehr noch: Eine neue Studie lege nahe, dass Menschen zwischen 57 und 60 Jahren besonders gut für Entscheidungspositionen mit hoher Verantwortung geeignet seien.

Das fand ich interessant. Vielleicht nicht nur aus persönlichen Gründen (s.o.), sondern auch deshalb, weil es so schön gegen die verbreitete Vorstellung verstößt, geistige Leistungsfähigkeit sei vor allem eine Frage der Jugend. Also habe ich mir die Studie selbst angeschaut.

Die fluide Intelligenz beschreibt unsere Fähigkeit, neue Probleme zu lösen, Muster zu erkennen und logisch zu schlussfolgern – ohne dafür auf bereits erworbenes Wissen zurückgreifen zu können. Die kristalline Intelligenz beruht dagegen auf Wissen und Erfahrung. Wortschatz, Fachwissen und das, was wir über Jahre gelernt und erlebt haben, gehören dazu.

Und diese beiden Fähigkeiten entwickeln sich im Laufe unseres Lebens sehr unterschiedlich: Die fluide Intelligenz erreicht ungefähr mit 20 Jahren ihren Höhepunkt und nimmt danach tendenziell ab. Andere Fähigkeiten entwickeln sich dagegen noch lange weiter. Dazu gehört die kristalline Intelligenz, aber beispielsweise auch emotionale Intelligenz oder finanzielles Wissen.

An dieser Stelle wird es interessant. Denn die Aussagen in der ZEIT sind zwar eingängig, verkürzen die Studie aber etwas.

Gilles Gignac von der University of Western Australia und Marcin Zajenkowski von der Universität Warschau haben für ihre 2025 in der Zeitschrift Intelligence veröffentlichte Studie nicht einfach fluide und kristalline Intelligenz miteinander verglichen. Sie haben Ergebnisse bereits veröffentlichter Untersuchungen zu einer ganzen Reihe von Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen zusammengetragen und deren Entwicklung über das Erwachsenenleben betrachtet. Neben verschiedenen kognitiven Fähigkeiten flossen unter anderem Persönlichkeit, emotionale Intelligenz, finanzielle Kompetenz, moralisches Urteilsvermögen, kognitive Flexibilität, Empathie und die Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Denkfehlern ein. Daraus konstruierten die Forscher einen Cognitive-Personality Functioning Index, kurz CPFI. Und dieser zusammengesetzte Index erreicht tatsächlich ungefähr zwischen 55 und 60 Jahren seinen höchsten Wert.

Das bedeutet aber nicht: Mit 57 sind wir am intelligentesten. Es bedeutet vielmehr: Einige Fähigkeiten haben zu diesem Zeitpunkt bereits nachgelassen, während andere über Jahrzehnte gewachsen sind. In der Summe können sich diese unterschiedlichen Entwicklungen offenbar erstaunlich gut ergänzen.

Mit 25 können wir möglicherweise schneller neue Zusammenhänge erkennen als mit 57. Mit 57 verfügen wir dafür über drei Jahrzehnte zusätzliches Wissen und Erfahrung. Wir haben mehr Situationen erlebt. Wir können neue Probleme mit bereits bekannten vergleichen. Wir erkennen vielleicht schneller, welche Informationen wirklich wichtig sind. Und wir haben gelernt, welche Entscheidungen in der Vergangenheit funktioniert haben – und welche nicht.

Die Forscher gehen deshalb auch der Frage nach, was das für anspruchsvolle Entscheidungspositionen bedeutet. Ihre Schlussfolgerung ist allerdings vorsichtiger, als die griffige Zahl „57“ vermuten lässt: Menschen, die für Entscheidungen mit hohen Konsequenzen besonders gut geeignet sind, seien wahrscheinlich weder jünger als 40 noch älter als 65. Es geht also nicht um ein magisches Alter, in dem wir plötzlich optimale Entscheider sind. Es geht um ein Zusammenspiel unterschiedlicher Fähigkeiten.

Und an dieser Stelle stellt sich für mich eine weitere Frage, die in der Studie so noch gar nicht beantwortet wird: Was passiert mit diesem Verlauf, wenn wir Künstliche Intelligenz hinzunehmen?

Denn ausgerechnet bei einigen Fähigkeiten, die mit zunehmendem Alter nachlassen, kann KI uns unterstützen. Eine KI kann große Informationsmengen schnell durchsuchen, Alternativen generieren, Muster sichtbar machen, Argumente gegenüberstellen oder uns auf Widersprüche aufmerksam machen. Sie könnte damit einen Teil dessen kompensieren, was unsere fluide Intelligenz im Laufe des Lebens weniger gut leistet. Unser Erfahrungswissen kann sie dagegen nicht einfach ersetzen. Wissen besteht schließlich nicht nur aus gespeicherten Informationen. Es besteht auch daraus, Situationen erlebt, Konsequenzen erfahren und Zusammenhänge über Jahre verstanden zu haben.

Vielleicht liegt deshalb gerade hier eine der interessantesten Perspektiven für die Zusammenarbeit von Mensch und KI: Wir nutzen KI nicht, um unsere Erfahrung zu ersetzen. Wir nutzen sie, um unsere Erfahrung mit Fähigkeiten zu ergänzen, die uns zunehmend schwerer fallen. Dann könnte die eigentlich interessante Frage irgendwann nicht mehr lauten: In welchem Alter erreichen Menschen den Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit? Sondern: Wie lange können wir diesen Höhepunkt halten, wenn menschliche Erfahrung und künstliche Intelligenz zusammenkommen?

WMOOC 2026 Vorschau auf geplante Live Sessions

WMOOC 2026 Vorschau auf geplante Live Sessions
WMOOC

Aktuell laufen die Vorbereitungen für unseren Wissensmanagement MOOC (WMOOC) auf Hochtouren. Und der Kalender mit den wöchentlichen Live Sessions füllt sich schon beachtlich. Daher schon jetzt ein paar ‚Save the Dates‘ und Vorgucker:

  • 5.10. 16 Uhr: Wie immer starten Dirk und ich die Session-Serie mit einer kleinen Einführung in den WMOOC. Das ist vor allem für die Neulinge gedacht.
  • 21.10. 11 Uhr: Christian Keller und ich stellen unser kleines Tool ‚Transferampel‚ vor und berichten darüber, wie dieses Tool die Verankerung eines systematischen Wissenssicherungsprozesses in der Organisation unterstützen kann.
  • 4.11. 16 Uhr: Stefan Zillich stellt die aktuell hochbrisante Frage, „Wie robust sind unsere epistemischen Systeme?„
  • 10.11. 17 Uhr: Angelika Mittelmann nimmt uns mit auf ihren Fitness-Parcours Persönliches Wissensmanagement
  • 1.12. 16 Uhr: Pavel Kraus und Manfred Bornemann zeigen, wie mit ihrem KM Story Telling Canvas die Überzeugung des Top Managements in Sachen Wissensmanagement gelingt
  • 8.12. 17 Uhr: Benjamin Nahkosteen führt uns entlang seines pragmatischen Leitfadens zur erfolgreichen wissensorientierten Führung

Soweit die Termine, die schon feststehen. Aber das ist noch nicht alles. In unserer Pipeline sind noch weitere Input-Geber:innen und Themen wie Erfahrungen mit KI fürs persönliche Wissensmanagement, funktionierende Praxis von KI fürs organisationale Wissensmanagement, Entwicklung einer Wissensmanagement-Strategie für ein städtisches Amt, Onboarding und Offboarding in der Öffentlichen Verwaltung…

Wenn du über den WMOOC und die Live Sessions in den nächsten Wochen auf dem Laufenden gehalten werden möchtest, dann abonniere am besten unseren Newsletter. Oder registriere dich für den WMOOC und nutze neben den Live Sessions auch die Lerninhalte und Lernaufgaben entlang des 3-monatigen Curriculums.