Nächstes Webinar zum „Umgang mit Wissen in der ISO9001“ am 28. Juni

Nächstes Webinar zum „Umgang mit Wissen in der ISO9001“ am 28. Juni
Webinar

Am 28. Juni um 11 Uhr wird das nächste Webinar unserer kleinen Reihe zum „Umgang mit Wissen in der ISO 9001“ stattfinden.

Thema dieses Mal wird sein, wie aus Erfahrungen tatsächlich und nachhaltig gelernt werden kann bzw. warum Lessons Learned (so oft nicht) funktionieren. Referentin bin dieses Mal ich selbst.

Ich freue mich, wenn Sie dabei sein können. Bitte melden Sie sich formlos bei mir, ich werde Ihnen dann die Zugangsdaten zuschicken.

Bis Mittwoch!

 

Bild: www.rockmyimage.com

 

Letztes Erklärvideo meiner Studierenden jetzt online

Letztes Erklärvideo meiner Studierenden jetzt online
YouTube Kanal

Ach, schade, hier kommt schon das letzte Erklärvideo aus meinem Modul „Wissensmanagement“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Diesmal erklärt Thomas Kieferle, was Mikroschulungen sind und wozu sie eingesetzt werden können:

Vielleicht haben Sie ja einige der Videos in den letzten Wochen angeschaut und das eine oder andere davon hilfreich gefunden. Ich jedenfalls denke, dass diese kleine Aufgabenstellung (es war tatsächlich eine so genannte Vorprüfungsleistung) wunderbar gezeigt hat, wie gut Videos zum Vermitteln von Inhalten eingesetzt werden können – und zwar mit überschaubaren (technischen) Bordmitteln und einem überschaubaren Aufwand. Auch Nachfrage meinten die Studierenden, sie hätten einen halben bis einen Tag für diese Aufgabe aufgewandt.

Also: Warum nicht einmal ein Video anstelle der ewigen Dokumente als Instrument zum Wissenstransfer? Auch in Ihrem Unternehmen?

P.S.: Diese Videos, wie übrigens alle Videos auf meinem Youtube-Kanal, unterliegen der Creative Commons-Lizenz und sind damit frei nutzbar.

P.P.S.: Ein herzliches Dankeschön an die Studierenden, die sich mit Engagement und vielen kreativen Ideen auf diese etwas ungewöhnliche Aufgabenstellung für eine Vorprüfungsleistung eingelassen haben.

Neues Erklärvideo zum Thema E-Learning ist online

Neues Erklärvideo zum Thema E-Learning ist online
YouTube Kanal

Nach einer kleinen Unterbrechung geht die Serie von Erkärvideos aus meinem Wissensmanagement-Modul an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg weiter – und nähert sich auch dem Ende, fürchte ich.

Dieses Mal erklärt Nicolai Groß, was E-Learning ist und warum Organisationen E-Learning einsetzen:

Nun steht nur noch ein letztes Video aus, dann ist der Fundus aus der Vorprüfungsaufgabe erschöpft.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß mit „Was ist E-Learning“.

Aufgepasst! Es werden wieder exzellente Wissensorganisationen gesucht.

Aufgepasst! Es werden wieder exzellente Wissensorganisationen gesucht.
EWO

Als Jury-Mitglied des Wettbewerbs „Exzellente Wissensorganisation“ der vergangenen Jahre, freue ich mich darüber, dass es in 2018 wieder einen solchen Wettbewerb geben wird – und zwar als gemeinsame Initiative der bisherigen Macher um Christian Keller und der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. 

Motto des Wettbewerbs ist, Lernen von den Besten – eine oftmals effektive Methode wenn es darum geht, die eigenen Prozesse zu optimieren und bewährte Methoden zum Wissensmanagement in der eigenen Organisation zu implementieren. Doch wer sind überhaupt die Besten? Die Auszeichnung „Exzellente Wissensorganisation“ identifiziert Leuchttürme im professionellen Umgang mit Wissen.

Der Award bietet all jenen Organisationen, die sich bereits mit der Professionalisierung ihrer Wissensorganisation beschäftigt haben, die Chance, ein qualifiziertes Feedback durch eine renommierte Expertenjury zu erhalten. Daneben ist es eine gute Möglichkeit für Unternehmen, die die Bedeutung guter Wissensorganisation für sich erkannt haben, die eigene Exzellenz in Hinsicht auf den Umgang mit Wissen nach außen zu tragen.

Gehören auch Sie dazu und möchten im Jahr 2018 mit dabei sein? Oder kennen Sie eine exzellente Wissensorganisation, die Sie vorschlagen möchten? Weitere Informationen zur Teilnahme folgen.

Die Fallbeispiele der Preisträger aus den letzten Jahren erlauben spannende Einblicke in die Wissensmanagement-Maßnahmen, die sie zu exzellenten Wissensorganisationen machen. Alle Fallbeispiele der ausgezeichneten Organisationen von 2007 bis 2015 sowie ausführliche Hintergrundinformationen zu diesem Preis finden Sie hier.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Unternehmen als Preiskandidat in der Jury zu treffen.

Interview zu Return on Education

Interview zu Return on Education
DGQ Blogbeitrag mit Interview

Auf dem letztjährigen Q-Tag der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) wurde ich zur spannenden Frage der Wirkungsmessung von Bildungsmaßnahmen (Return on Education) interviewt. Das Video ist nun im Blog der DGQ online.
Ein schriftliches Interview mit mir als DGQ-Expertin zum gleichen Themenkomplex erscheint im April in der Fachzeitschrift wissensmanagement.

Und a propos, Wirkungsmessung: Demnächst veröffentlicht wird außerdem ein DGQ Whitepaper von mir zur Frage der Wirkungsmessung im Wissensmanagement im Kontext der ISO 9001. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Digitalisierung bedingt Demokratisierung?

Digitalisierung bedingt Demokratisierung?
demokratie

In den letzten Wochen und Monaten beherrscht die so genannte Zukunft der Arbeit (oder Arbeit der Zukunft?) mehr und mehr auch die Schlagzeilen in den Nicht-Fach-Medien und dabei geht es immer wieder um zwei Megatrends: Digitalisierung der Arbeit und Demokratisierung der Arbeit.

Ich frage mich nun: Sind dies zwei unabhängige, lediglich zeitlich koinzidierende Entwicklungen? Oder bedingt die Digitalisierung die Demokratisierung? Und wenn ja, wodurch?

Einige Thesen:

  • Durch die Digitalisierung wird Arbeit zunehmend zu Wissensarbeit und damit verkehren sich die „Herrschafts- und Machtverhältnisse“ in der Organisation: Der Arbeitnehmer wird zum Wissensgeber und der Arbeitgeber zum Wissensnehmer.
  • Als digitale Wissensarbeiter werden Menschen außerdem zunehmend unabhängig von Organisationen: Wo ein Fließbandarbeiter noch eine (teure) industrielle Infrastruktur benötigt, um seine Arbeitskraft überhaupt einsetzen zu können, braucht ein Wissensarbeiter eine Organisation nur noch bedingt: als Ort potenzieller Interaktion mit anderen Wissensarbeitern. Als Ort eines erleichterten, erweiterten Zugangs zu Informationen. Als Ort potenzieller Effizienzsteigerung durch die (temporäre) Nutzung von Strukturen. Erneut: Machtverschiebung zugunsten des Individuums.
  • Die durch die Digitalisierung befeuerte Daten- und Informationsflut, die hohe Wissensdynamik bedingen, dass Kooperation im Sinne eines gemeinsam Wirken an Bedeutung gewinnt. Der individuelle Informations- und Wissensarbeiter braucht andere, um das rasant mit dem Wissen mitwachsende Feld seines Unwissens zu vermessen und ggf. zu explorieren. Und Vernetzung ist per se erst einmal flach und horizontal, nicht hierarchisch-vertikal.
  • Durch die Digitalisierung findet eine Virtualisierung der Grenzen der Organisation statt. Der dadurch bedingte immer freiere Zugriff auf Informationen, die freie Möglichkeit zur individuellen (Wissens-)Entwicklung führt zu einem freieren Denken und zu einem Anspruch auf Freiheit und Entfaltung (bei eben nur gering wahrgenommenen (organisationalen) Begrenzungen).

Sie sehen schon, die vielen Parenthesen machen deutlich, wie der Kopf noch arbeitet und sich müht. Frei nach Kleist werden die Gedanken erst beim Schreiben verfertigt. Work in Think Progress also.
Vielleicht haben ja auch Sie noch weitere Thesen? Oder Lust die oben genannten fortzuführen. Ich freue mich auf Feedback!

 

Bild: gbw.at

Wo bleibt das Leben, wenn wir arbeiten?

Wo bleibt das Leben, wenn wir arbeiten?
Blick in die DEXINA-Arbeitswelt

Letzte Woche haben wir, ‚wir‘ heißt das Stuttgarter Regionaltreffen der GfWM, das Unternehmen DEXINA besucht, um uns dort eine so genannte neue Arbeitswelt einmal live anzuschauen.

Alles begann damit, dass sich Heiner Scholz, Gründer und Geschäftsführer der DEXINA GmbH vor ein paar Jahren fragte, wo eigentlich das Leben bleibt, wenn wir arbeiten. Work-Life-Balance war für ihn nicht genug, vielmehr sollte es um LIVE AT WORK (Leben bei der Arbeit) gehen. Dieses Konzept bestimmt heute nicht nur den Alltag der DEXINA-Mitarbeiter, sondern wird als Beratungs-, Coaching- und Entwicklungskonzept auch weiter vertrieben.

Das Ziel von LIVE AT WORK ist es, „Arbeit zu einem Sinnstifter und Freudegenerator“ zu machen, so Sandra Dambacher-Schopf, die Pressereferentin des Unternehmens, die uns durch die DEXINA-Arbeitswelt – sprich modern eingerichtete Open Space-Büros in Böblingen, führte. Es gehe nicht darum, Leben und Arbeiten auszubalancieren, sondern vielmehr zu integrieren und darüber eine emotionale Verbundenheit mit der Arbeit zu schaffen. Und dabei spielen die räumlichen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. Weshalb Räume, nach der DEXINA-Philosophie, auch von innen heraus, aus der Identität des Unternehmens und seiner Menschen heraus entwickelt werden sollten. Am Beginn eines Raumkonzepts steht also die Identitätssuche des Unternehmens. Dann werden die Mitarbeiter nach ihren konkreten Bedürfnissen befragt.

Im Falle von DEXINA selbst beruht die Arbeitswelt auf dem Konzept der Open Spaces, inklusive Gemeinschaftsküche, Kinderbüro, abgeschiedenen Denkerzellen und – das beeindruckte uns mit am meisten – Wänden, die dank einer Spezialfarbe komplett als „Whiteboards“ bis unter die Decke fungieren. Hinzu kommen spezielle statisch aufgeladene Zettel, die sogenannten DEXits, die Dexina mittlerweile in einem eigenen Online-Shop vertreibt und die problemlos auch an den Fenstern haften. Und die Mitarbeiter machen überall ausgiebig Gebrauch von den Möglichkeiten ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen.

Laut Dambacher-Schopf ist die Umsetzung des Konzepts bei DEXINA stark auf Mitarbeiter der Generation Y ausgerichtet, also Mitarbeiter, die sich bedingungslos einsetzen, wenn die Arbeit sinnstiftend ist, die für sich selbst und ihr Tun die Verantwortung übernehmen und die Freiraum zur Selbstverwirklichung beanspruchen – schließlich liegt der Altersdurchschnitt bei DEXINA bei 33 Jahren. Aber Achtung: Die konsequente Umsetzung eines solchen Konzepts bedingt auch, dass es für so machen Mitarbeiter genauso nicht passend ist und in seiner Radikalität auch nicht einfach (er)tragbar. Sicherlich kein Patentrezept für jede Art von Organisation.  Aber vielleicht doch ein Hinweis, wie die konkrete Gestaltung der Arbeitsumgebung im „war for talents“ oder auch im Kampf um den Wissensarbeiter zunehmend wichtig wird. Neben zahlreichen Auszeichnungen, darunter den New Work Award und den German Design Award, zeigt sich der Erfolg des Konzepts für DEXINA nach eigener Aussage unter anderem auch in 400% mehr Initiativbewerbungen, 29 Prozent weniger Krankheitstage und 4 Mal mehr Kindern.

Wer neugierig geworden ist: In diesem Video erläutert Heiner Scholz selbst seine Ideen zu Leben bei der Arbeit:

Höchststrafe Lebenslang?

Höchststrafe Lebenslang?
Neugier

Passiert es Ihnen auch manchmal, dass Menschen als Reaktion auf die Feststellung „lebenslanges Lernen“ spontan wenig begeistert sind, sondern eher resigniert mit den Augen rollen, demotiviert aufseufzen… So, als ob diese Aussicht auf lebenslanges Lernen einer Art Höchststrafe gleichkommt. „Werde ich denn nie meine Ruhe haben?“

Nun ist der Begriff „lebenslänglich“ sicherlich spontan eher negativ konnotiert. Aber davon unabhängig, scheint mir tatsächlich auch der Anspruch eines lebenslangen Lernens als Zumutung empfunden zu werden. Warum ist das so? Hat unsere Sozialisierung im deutschen Bildungssystem etwa nachhaltig dafür gesorgt, dass wir Lernen nicht mehr als etwas Positives, eine ganz wunderbare Chance empfinden? Verbinden wir Lernen in erster Linie mit Mühe und Arbeit und weniger mit Neugier, Freude und Entwicklung?

Nun bedeutet Lernen natürlich immer Veränderung. Wikipedia definiert Lernen wie folgt: „Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der (…) Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens (…) aufgefasst“. Lernen ist demnach (erst) dann erfolgreich, wenn es in einer konkreten und manifesten Veränderung resultiert. Liegt also die empfundene Zumutung weniger im Lernen als solchem, sondern mehr in der implizierten Veränderung? Veränderung strengt an, ist nicht immer erwünscht. Müssen wir uns denn ein Leben lang verändern? Ist nie ein Ziel erreicht?

Für den Neurologen Gerald Hüther stellen sich diese Fragen gar nicht. In einem TV-Interview stellte er kürzlich fest, dass Lernen schlichtweg das wesentliche Kennzeichen von allem Lebendigen sei. Was lebendig ist, lernt also zwangsläufig. Und damit zwangsläufig ein Leben lang. Ein Ende des Lernens ist ein Ende des Lebendig Seins.

Bleiben Sie also neugierig! Lern-gierig! Wissensdurstig!

Eine wunderbare Gelegenheit zu lernen, bietet übrigens unser MOOC zu Wissensmanagement, der WMOOC 2016, der nun bald, nämlich am 4. Oktober startet. Aktuell haben wir bereits über 200 eingeschriebene Teilnehmer. Wenn Sie noch nicht dazu gehören, fassen Sie sich ein Herz und lernen Sie mit uns! http://mooin.oncampus.de/wmooc

Bildquelle: http://www.visuelle-protokolle.de/

Was ist ein Team?

Was ist ein Team?
Frauenfußball D-Jugend Berlin

Diese Woche wurde ich in einem Interview für ein neues Projekt gefragt, wie ich ‚Team‘ definiere. Hier die Definition, die mir spontan im Gespräch eingefallen ist (das Interview war in englischer Sprache, daher auch die Definition):

A team is a group of (diverse) persons sharing a goal or even a vision and knowing and trusting each other well enough to also share their individual knowledge and experiences, ideas and creativity, and, not least, their workload.  At its best, a team is a learning organization generating synergy, knowledge and fun and ending up with more than the mere sum of its single parts.

Was meinen Sie? Trifft es das? Sind Sie Teil eines solchen Teams? Was braucht es, damit ein Team sich dahin entwickelt?

Ich freue mich auf Ihr Feedback.

 

Bild: http://www.tip-berlin.de/

Ein frei verfügbares Lehrbuch zu Wissensmanagement entsteht

Ein frei verfügbares Lehrbuch zu Wissensmanagement entsteht
WMOOC

Ich habe an dieser Stelle ja schon das eine oder andere Mal über den Wissensmanagement MOOC berichtet, den ich gemeinsam mit Dirk Liesch aktuell konzipiere und dann ab Oktober durchführen werde. Wenn Sie sich noch nicht eingeschrieben haben sollten, erinnere ich gerne daran, dass die Registrierung jetzt möglich ist. Darum soll es in diesem Blogbeitrag aber gar nicht gehen, sondern um die Idee, die eigentlich hinter dem MOOC steckt:

Ergebnis des MOOC soll ein frei verfügbares „Lehrbuch“ zu Wissensmanagement sein, eine so genannte OER, eine Open Educational Resource. D.h. alle Materialien, die aktuell für den MOOC entstehen bzw. zusammengestellt werden, sollen auch nach dem MOOC dauerhaft frei verfügbar im Internet als Lehr- und Lernmaterialien zur Verfügung stehen. Und zwar als einzelne Content-Module, die nun im MOOC und auch auf der OER-Plattform einem von uns festgelegten Curriculum folgen, aber auch unabhängig davon – und durchaus auch selektiv – rezipiert oder für eigene Schulungsmaßnahmen genutzt werden können. Wie ist das gemeint? Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen sollen diese Inhalte nutzen und in eigene Angebote integrieren können, z. B. um Trainings zu Wissensmanagement nach einem Flipped-Classroom-Ansatz anzubieten.

Warum tun wir das? Warum geben wir als Berater Know-how kostenfrei ab und ermöglichen es anderen – auch anderen Beratern – diese Inhalte zu nutzen? Nun, vielleicht, weil das Wissensmanagement ist? Weil Wissen mehr wird, wenn man es teilt?
Zugegeben, es ist ein Experiment, aber wir sind zuversichtlich, dass wir nicht enttäuscht werden.

Übrigens: Wenn Sie dieses Experiment unterstützen wollen, freuen wir uns. Mehr Informationen dazu, wie Sie das tun könne, finden Sie hier.